Göttinger Konzern wächst weiter – Motor sind mehr Aufträge

Sartorius kauft US-Unternehmen und meldet gute Quartalszahlen

Gut in Wind: Der börsennotierte Sartorius-Konzern hat ein kleines US-Spezialunternehmen gekauft. Auch die am jüngsten Quartalszahlen sind positiv. Sartorius verzeichnet deutlich höhere Auftragseingänge und Umsatzzahlen.
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Gut in Wind: Der börsennotierte Sartorius-Konzern hat ein kleines US-Spezialunternehmen gekauft. Auch die am jüngsten Quartalszahlen sind positiv. Sartorius verzeichnet deutlich höhere Auftragseingänge und Umsatzzahlen.

Göttingen. Der international führende Labor- und Pharmazulieferer Sartorius hat ein junges US-Unternehmen der Biotech-Branche gekauft: Die Göttinger Konzernzentrale gab am Montag die Übernahme des US-Unternehmens AllPure Technologies LLC durch die Sparte Sartorius Stedim Biotech (SSB) bekannt.

Über den Kaufpreis und Details machte Sartorius keine Angaben. AllPure, mit Firmensitz in Nex Oxford im US-Bundesstaat Pennsylvania, besteht seit vier Jahren und erzielt mit 25 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,16 Millionen Euro. Das Unternehmen ist auf Einwegprodukte für biopharmazeutische Anwendungen spezialisiert. Und in diesem Bereich sei der Kauf von AllPure eine „sehr gute und innovative Ergänzung“, sagte Reinhard Vogt, Mitglied im SSB-Verwaltungsrat. Insgesamt soll diese Erweiterung von Sartorius Stedim Biotech dazu beitragen, dass den Kunden durch die Nutzung der Einweg-Produkte eine noch sicherere und effizientere Herstellung der Arzneimittel ermöglicht wird.

AllPure wiederum will die starke Forschung und Entwicklung von Sartorius Stedim nutzen, um die Neuentwicklungen zukünftig noch schneller auf den Markt bringen zu können.

AllPure-Präsident Michael Zumbrum möchte die internationale Reichweite für die Produkte nutzen und hat dabei vor allem die Märkte Europa und Asien im Blick. „Beide Regionen haben noch viel Potenzial für unsere Produkte.“

Sartorius Stedim Biotech ist ein führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in der biopharmazeutischen Industrie. SSB ist an der Pariser Börse Euronext dotiert und hat seinen Hauptsitz im französischen Aubagne. Das Unternehmen ist weltweit präsent, wichtigster Produktions- und Entwicklungsstandort ist Deutschland. SSB hat 3300 Mitarbeiter und machte 2013 einen Umsatz von 588,4 Millionen Euro.

Quartalsbilanz: Umsatzplus

Apropos Umsatz: Der Sartorius-Konzern wartete am Montag mit einer weiteren Erfolgsmeldung auf, die die Aktionäre freuen dürfte: Der wechselkursbereinigte Konzernumsatz stieg im ersten Quartal 2014 um 6,3 Prozent, auf 223,1 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es im ersten Quartal 214,3 Millionen Euro.

Motor dafür waren auch die Auftragseingänge, die um 4,9 Prozent stiegen. Folge: Der operative Konzerngewinn legte trotz negativer Wechselkurseinflüsse um zwei Prozent zu. Die Gewinnmarge beträgt satte 18 Prozent.

„Im Konzern liegen wir nach drei Monaten auf Kurs“, wertet Vorstandvorsitzender Dr. Joachim Kreuzburg. Allerdings weist er auf die unterschiedlichen Ergebnisse der Sparten hin. Wachstumsmotor mit einem Umsatzplus von 16,9 Prozent auf 137,7 Millionen Euro ist die Sparte Bioprocess Solutions. Die Laborsparte verzeichnet Umsatzrückgänge (7,3 Prozent), ebenso die kleinste Sparte Industrial Technologies.

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