Hilfsmittel nach China geschickt

Sartorius: Keine Flüge nach China - Coronavirus und Erdbeben auf Puerto Rico beeinflussen Unternehmen

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Standort China: Sartorius ist seit 25 Jahren in China vertreten. Hier das Produktionswerk in Peking.

Das Coronavirus wirkt sich auf die Abläufe des Göttinger Konzerns Sartorius aus. Geschäftsreisen nach China wurden eingestellt.

Göttingen – Ereignisse auf der Welt, seien sie politisch-, krankheits- oder naturbedingt betreffen auch den Global Player Sartorius AG. So wirke sich der Coronavirus natürlich aus, sagte Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg während der Bilanzpressekonferenz am Dienstag.

Sartorius: Hilfsmittel für China

Der Konzern mit Stammsitz in Göttingen ist im asiatischen Raum mit acht Vertriebsniederlassungen und zwei Produktionsstätten vertreten, so auch in Peking (China). „Wir haben Hilfsmittel an unsere Mitarbeiter in China geschickt“, erläuterte Kreuzburg. Dabei gehe es auch um Bedarfsartikel wie den Mundschutz, der in China zum Teil nicht mehr zu bekommen sei. Am Mittwochmorgen sprach der Vorstandschef auch persönlich und mittels Videokonferenz mit den Mitarbeitern im Werk Peking.

Sartorius Göttingen: Keine Flüge mehr nach China

Verschoben hat Sartorius derweil die Geschäftsreisen von, nach und innerhalb Chinas. Monetär wirkt sich die Coronavirus-Welle aber noch nicht aus: Produktion und Liferketten seien bislang „nicht relevant betroffen“.

Aber Joachim Kreuzburg sagt auch, dass der Faktor Zeit natürlich eine Rolle spiele: „Entscheidend wird die Entwicklung der nächsten Wochen sein.“

Sartorius Göttingen: Erdbeben Puerto Rico

Vom Pech verfolgt waren die Menschen auch auf der Karibik-Insel Puerto Rico. Dort gab es seit dem 7. Januar eine Serie von Erdbeben – das Epizentrum lag zum Teil nur wenige Kilometer vom Standort des Sartorius-Werkes in Yauco, im Südwesten der Insel, entfernt. 

Standort Puerto Rico: Sartorius hat das Werk in Yauco 2019 für 90 Millionen Euro erweitert. Die Insel wurde im Januar von einer Erdbebenserie heimgesucht.

„Es wurden keine Mitarbeiter verletzt, auch unser Werk blieb weitgehend unbeschädigt, Schäden an Privathäusern gab es allerdings“, sagte Joachim Kreuzburg. Es sei aufgrund der wiederholten Erdstöße zu kurzzeitigen Produktionsausfällen gekommen. „Diese wurde über Lagerbestände ausgeglichen“, schilderte Kreuzburg.

Sartorius: Folgen Hurrikan Maria

Er erinnerte aber auch daran, dass es für die Puerto Ricaner bereits das zweite Katastrophenereignis innerhalb von zwei Jahren gewesen sei: 2017 sorgte der Hurrikan „Maria“ für schlimme Zustände auf dem US-amerikanischen Außenposten Puerto Rico. Tausende Menschen starben am Orkan. Die Folgen, wie geflickte Häuser, ein marodes Wasser- und Stromleitungen sind noch heute zu sehen und spüren.

Auch, weil die US-Regierung Puerto Rico einen Sparplan verpasst hat, Folge davon ist eine weitere Schwächung der Infrastruktur wie Schulen und Krankenhäuser, die zum Teil geschlossen werden mussten. Sartorius hatte die Erweiterung des Werkes in Yauco im Juni 2019 eingeweiht, nach einer Erweiterung für 90 Millionen Euro.

Sartorius: US-Markt - 35 Prozent des Umsatzes 2019

Dort werden Filter und Einwegbeutel für die biopharmazeutische Produktion produziert und für den amerikanischen Markt geliefert, auf dem Sartorius mit wachsendem Erfolg und Umsatz unterwegs ist. 

Dort erwirtschaftet der Sartorius-Konzern 35 Prozent seines Umsatzes im Jahr 2019 und verzeichnete ein Umsatzplus im Vergleich zu 2018 von 17,4 Prozent auf 629,9 Millionen Euro. Der US-amerikanische Biopharmaka-Markt ist der regional stärkste weltweit mit einem Umsatzanteil von 51 Prozent. Zum Vergleich: Europa 22 Prozent, Asien 27 Prozent.

Auch Sportler aus der Region werden immer mehr mit den Auswirkungen des Coronavirus konfrontiert. Nun äußerten sich einige Sportler zur aktuellen Situation.

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