Erfolgreiches Jahr mit Umsatz-Plus von 12,6 Prozent für Pharma-Zulieferer

Vorläufige Zahlen 2014: Sartorius-Motor läuft auf Hochtouren

Göttingen. Die Sartorius AG hat ihre Umsatz- und Gewinn-Prognosen für 2014 übertroffen: Der Laborgeräteausstatter und Pharma-Zulieferer meldet im vorläufigen Geschäftsbericht ein Plus beim Konzernumsatz (890 Millionen Euro) von 12,6 und beim operativen Gewinn von 15,1 Prozent.

Zahlen, die den Vorstandsvorsitzenden Joachim Kreuzburg noch vor der Bilanzpressekonferenz so bewertete: „2014 war ein sehr erfolgreiches Jahr für uns.“

Stärkstes Triebwerk für die Geschäfte ist die Sparte Bio-Process-Solutions. Sie hatte schon 2013 ein Umsatzplus von 11,9 Prozent hingelegt und wuchs 2014 um mehr als 18 Prozent auf 652,7 Millionen Euro. Die Bioprozesse- Sparte erwirtschaftete 70 Prozent des Konzernumsatzes. Sie erzielte auch eine höhere Gewinnmarge als die kleinere Sparte Laborprodukte. Diese legte bescheidener zu, aber nach Kreuzburgs Einschätzung durchaus erwartet und erfreulich angesichts der Bereinigung des Produktangebotes. Fertigung und Verkauf von Premium-Laborinstrumenten und Laborverbrauchsmaterial spülten so ein Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 276,5 Millionen Euro in die Konzernkasse.

Sartorius-Vorstandschef Joachim Kreuzburg. Foto: privat

Als positiv wertet der Sartorius-Chef die Tatsache, dass das Wachstum von allen Regionen getragen wird. Stärkster Markt für Sartorius ist und bleibt Europa, wo 2014 ein Umsatz von rund 420 Millionen Euro erwirtschaftet wurde. Das waren 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Asien-Pazifikraum setzte Sartorius 10,9 Prozent mehr um. Summe: 210 Millionen Euro. Herausragend war das Ergebnis in Nordamerika, wo ein Umsatzwachstum von 32 Prozent steht. Hier meldete Sartorius 241,6 Millionen Euro Umsatz. Verantwortlich für die Entwicklung dort waren auch neu erworbene Geschäfte.

So gehen die Verantwortlichen der Göttinger Aktiengesellschaft, die weltweit 6100 und am Stammsitz etwa 2300 Menschen beschäftigt, auch 2015 von einer „deutlichen Umsatzsteigerung“, aus. Sie wird aber wohl geringer ausfallen, im Bereich von vier bis sieben Prozent.

Im Dezember hatte Sartorius die Sparte „Industrial Technologies“ verkauft. Man könne sich so noch mehr auf die beiden anderen Sparten konzentrieren, hatte Kreuzburg begründet.

Bemerkenswert hoch bleibt die Investitionsquote: Sartorius steckte etwa zehn Prozent vom Umsatz in Projekte – und dabei wird es bleiben. Allein in Göttingen wird kräftig aufgestockt: Ein Parkhaus mit 1300 Plätzen wird in dieser Woche eingeweiht. 2016 werden die 40 Millionen Euro teuren Neubauten der Produktion für Laborinstrumente fertig sein. Mitte 2015 geht der Anbau am Filterwerk in Betrieb. Insgesamt investiert Sartorius in Göttingen bis 2020 etwa 120 Millionen Euro.

Von Thomas Kopietz

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.