Auch dank Corona-Forschung: Umsatzplus von 22 bis 26 Prozent erwartet

Sartorius schraubt Prognose nach oben

Vor dem Gebäude der Sartorius AG in Göttingen.
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Es geht weiter aufwärts: Die Göttinger Sartorius AG meldet noch vor den Halbjahreszahlen eine angehobene Jahresprognose. Die Corona-Krise spielt dem Unternehmen positiv in die Zahlen.

Positive Nachricht aus der heimischen Wirtschaft: Noch vor der Bekanntgabe der offiziellen Halbjahreszahlen korrigiert die G��ttinger Sartorius AG die Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben.

Göttingen – Sie geht nun von einem Umsatzplus von rund zehn Prozent gegenüber der ursprünglichen Prognose aus.Als Gründe dafür nennt das börsennotierte Unternehmen ein stärkeres Wachstum und höhere Profitabilität für die Sparte „Bioprocess Solutions“.

Sartorius in Göttingen geht von einer hohen Nachfrage im zweiten Halbjahr aus

Ein Teil des zusätzlich erwarteten Geschäfts ist laut Unternehmensinfo auf die Coronavirus-Pandemie zuruck zu führen: Sartorius-Produkte werden sowohl bei der Herstellung von Impfstoffen und von antiviralen Medikamenten eingesetzt.

Man gehe in dieser Sparten nach einer starken Entwicklung im ersten Halbjahr von einer hohen Nachfrage im zweiten Halbjahr 2020 aus, teilte das Unternehmen mit.

Der Motor der starken Entwicklung von Sartorius in Göttingen ist die Sparte Bioprocess Solutions

Die Unternehmensleitung geht nunmehr für den Konzern von einem Umsatzzuwachs von 22 bis 26 Prozent aus. Bisher waren 15 bis 19 Prozent erwartet worden. Die operative Gewinnmarge EBITDA wird mit 28,5 Prozent prognostiziert, das ist exakt ein Prozent mehr als bisher erwartet worden war.

Der Motor der starken Entwicklung ist die Sparte Bioprocess Solutions, deren Umsatz gar um 26 bis 30 Prozent klettern soll – bisher waren 17 bis 21 Prozent angenommen worden. Die operative EBITDA-Marge soll bei etwa 31 Prozent liegen (bisher etwa 30 Prozent).

Sartorius in Göttingen: Wegen der Pandemie stehe die Prognose weiter unter größerer Unsicherheit

Unverändert bleibt der Ausblick für die zweite Sparte, Lab Products & Services: Umsatzplus zehn bis 14 Prozent. EBITDA-Marge etwa 20 Prozent.

Aber: Aufgrund der Pandemie stehe die Prognose weiter unter größerer Unsicherheit als üblich. Zugrunde gelegt wird insbesondere, dass Logistikketten stabil sind und Produktionslinien in Betrieb bleiben.

Im ersten Halbjahr 2020 hat der Sartorius Konzern nach vorläufigen Zahlen seinen Auftragseingang um wechselkursbereinigt 27,5 Prozent gesteigert. Der Umsatz stieg um wechselkursbereinigt 17,9 Prozent bei einer operativen EBITDA-Marge von 27,8 Prozent.

Der vollständige Halbjahresbericht wird wie geplant am 21. Juli veröffentlicht.

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