Pharma- und Laborzulieferer

Sartorius steigert Umsatz und Gewinn

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Sinnbild für Wachstum: Die Sartorius AG baut kräftig. Unser Luftbild vom Juni zeigt, dass weitere Gebäude am Campus im Groner Industriegebiet vor der Fertigstellung stehen.

Göttingen. Die Sartorius AG meldet – wie in schöner Regelmäßigkeit – starke Quartal- beziehungsweise Halbjahres-Zahlen: Umsatz und Ertrag stiegen im ersten Halbjahr 2017 kräftig.

Sartorius legte beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wechselkursbereinigt um 11,5 Prozent auf 704,1 Millionen Euro zu. Ganz stark dabei die Region Asien/Pazifik mit einem Plus von 34,8 Prozent (172,2 Millionen Euro).

Der Konzerngewinn wuchs um 13,8 Prozent, also überproportional zum Gesamtumsatz. Die Marge liegt bei 24,8 Prozent und übertrifft die des Vorjahres um 0,3 Prozentpunkte. Der Nettogewinn legte um 13,6 Prozent zu. Umgerechnet je Stammaktie sind das 1,03 Euro. In der Vorperiode waren das 91 Cent.

Der Aktienkurs aber sackte von Donnerstagabend bis Freitagmoren um etwa vier Euro auf 84,10 Euro. Am Freitagvormittag erholte er sich leicht.

Joachim Kreuzburg

Triebfeder für die guten Resultate sind die Laborsparte, die sowohl organisch als auch durch Zukäufe von Unternehmen wuchs – beim Umsatz um satte 22,1 Prozent. Die Zukäufe von Firmen trugen 15 Prozent dazu bei. Auch der ohnehin verlässliche Zahlenbringer Bioprozess Solutions, die Einwegprodukte für die Herstellung von Bio-Medikamenten verkauft, entwickelt sich solide mit einem Umsatzplus von 8,0 Prozent.

Und das auch im aktuell nicht einfachen Markt Nordamerika, der aber von Sartorius-Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg schon bei der Bilanzpressekonferenz Anfang des Jahres aus Sartorius-Sicht als nicht kritisch bezeichnet worden war, weil die Marktanteile dort noch wachsen und das Unternehmen mit innovativen Produkten unterwegs ist. Das Umsatzplus in Nordamerika beträgt trotz der unsicheren politischen Lage und einer hohen Vorjahresbasis 4,8 Prozent.

„Beide Sparten haben in einem vor allem in Nordamerika herausfordernden Umfeld gutes organisches Wachstum erzielt und sind auch mit der Integration der zuletzt gekauften Geschäfte zügig vorangekommen“, fasst Kreuzburg nun die Entwicklung im ersten Halbjahr zusammen.

Stark entwickle sich In der Laborsparte das neue Arbeitsfeld Bioanalytik, das durch Zukäufe wie des Zellanalyse-Spezialisten Essen BioScience, entstanden ist. „Das neue Geschäftsfeld hat bereits deutliche Beiträge zu Umsatz und Gewinn geliefert“, freut sich Joachim Kreuzburg, der die Gesamtprognose für 2017 bestätigt: zwölf bis 16 Prozent Umsatzplus und eine Steigerung der Gewinnmarge EBITDA um 0,5 Prozent von beachtlichen 25 Prozent.

Für Sartorius arbeiten aktuelle weltweit 7364 Beschäftigte, 453 mehr als am Ende des Jahres 2016. Das Unternehmen wächst auch baulich

enorm. Am Campus im Göttinger Industriegebiet stehen einige Gebäude vor der Fertigstellung. Die Abriss- und Umzugsarbeiten am alten Firmensitz an der Hannoverschen Straße schreiten voran.

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