Zahlen für 2019

Sartorius überspringt Messlatte - Konzern wächst und hat für 2020 ehrgeizige Ziele

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Mächtig gewachsen: Der Sartorius-Campus im Industriegebie t Göttingen-Grone, wo der Konzern in den vergangenen fünf Jahren viel Geld investiert hat.

Sartorius auf Rekordkurs: Die Göttinger Sartorius AG hat ihre ambitionierten Wirtschaftsziele 2019 erreicht und zum Teil übererfüllt.

Göttingen –Das ergaben die am Dienstag veröffentlichten vorläufigen Jahreszahlen. Der Konzern legt auch für 2020 die Latte hoch, strebt 2020 erneute ein Umsatzwachstum von zehn bis 13 Prozent an. Auch die Gewinnmarge soll weiter klettern. Sartorius liegt damit über den Erwartungen der Analysten.

900 neue Mitarbeiter

Und: Das Unternehmen wächst auch personell: 2019 wurden 900 Mitarbeiter eingestellt, nun wurde eine weitere Schallmauer geknackt: Für Sartorius arbeiten weltweit nun 9016 Menschen.

1,8 Milliarden Umsatz

Die 2019er-Zahlen jedenfalls sprechen für sich: Der Konzernumsatz kletterte auf 1,827 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 14,8 Prozent im Vergleich zu 2018. Prognostiziert waren 7 bis 11 Prozent Umsatzsteigerung. Auch die Auftragseingänge steigen um 14,8 Prozent, die operative Gewinnmarge EBITDA auf 27,1 Prozent (Prognose etwas über 27 Prozent, Ergebnis 2018: 25,9 Prozent).

Besser als erwartet

Die Analyse von Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Kreuzburg fällt damit zwangsläufig positiv aus: „Sartorius hat sich 2019 erneut im Hinblick auf Umsatz, Gewinn und Arbeitsplätze sehr dynamisch und noch besser als zu Jahresbeginn erwartet entwickelt.“ Zum Erfolg beigetragen haben laut Kreuzburg der Ausbau des Produktportfolios und die Ergänzung weiterer Schlüsseltechnologien.

Weltmarkt

Regional legte Sartorius weltweit stark zu: In Europa gab es ein Umsatzplus von 11,2 Prozent auf 733,4 Millionen Euro, die Region Amerika erwirtschaftete 17,4 Prozent mehr Umsatz auf 629,9 Millionen Euro und im Raum Asien/Pazifik stand ein Plus von 17,4 Prozent beim Umsatz auf 463,7 Millionen Euro.

Zurück ging 2019 die Investitionsquote – von 15,2 auf 12,3 Prozent. Das war zu erwarten, wie Kreuzburg schon bei der Hauptversammlung im April gesagt hatte, denn einige große Bauprojekte, vor allem am Stammsitz Göttingen sind beendet worden.

Wachstumsmotor

Bei den Sparten war Bioprocess Solutions der Erfolgsgarant, dort wurde 18.1 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet. Ergebnis: 1,372 Milliarden Euro. Schwieriger war das Geschäft in der Laborsparte. Der Umsatz stieg dort „nur“ um 5,9 Prozent.

Ehrgeizig sind die Ziele von Sartorius für 2020: Man strebt erneut zehn bis 13 Prozent mehr Umsatz an. Dazu beitragen sollen auch der Zukauf von Biological Industries aus dem Dezember 2019 und den angekündigten Erwerb des Life-Science-Porfolios von Danaher. Die EBIDTA-Marge soll dann Ende 2020 bei 27,5 Prozent liegen.

Prognose 2020

Wachstumsmotor soll 2020 erneut die Sparte Bioprocess Solutions sein, mit einem erwarteten Plus von elf bis 14 Prozent. Die Laborprodukte-Sparte rechnet mit einem Umsatzwachstum von sieben bis zehn Prozent. Sartorius will 2020 etwa 10 Prozent investieren.

Aktie über 200 Euro

Der fast surreal anmutende Höhenflug der im M-Dax notierten Aktie hält derweil unvermindert weiter an. Die Aktie knackte am Dienstag zeitweilig sogar die 200er-Marke, notierte exakt bei 200 Euro. Dann ging es gestern ein wenig berab, trotz der guten Prognosen. Vielleicht hatten sich einige Anleger dabei noch mehr erwartet. Vor einem Jahr notierte die Aktie bei etwa 120 Euro, Anfang 2016 bei rund 70 Euro.

Auch der schwächere Markt in den vergangenen Monaten konnte dem Kurs der Sartorius-Aktie nichts anhaben.

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