Am Stammsitz soll lebendiges Quartier entstehen

Sartorius verlässt seinen Ur-Standort im Göttinger Zentrum

Konzentration in Grone: Das Sartorius-Firmengelände im Industriegebiet. Hier investiert der Konzern eine halbe Milliarde Euro. Foto: Rampfel

Göttingen. Die Göttinger Sartorius AG wird ihren Stammsitz an der Weender Landstraße räumen. Die 830 Mitarbeiter werden ab Ende 2016 in Richtung Groner Industriegebiet umziehen.

In Göttingen arbeiten an beiden Standorten etwa 2300 Menschen.

Der Konzern investiert im Rahmen der Strategie „Sartorius 2020“ in Göttingen etwa eine halbe Milliarde Euro in neue Gebäude und Produktionsflächen. „Wir wollen aber am alten Sitz nicht den Schlüssel über den Zaun werfen und gehen“, sagte Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg am Donnerstag in einer von dem Unternehmen und der Stadt veranstalteten Bürger-Info.

Sartorius will nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden den Standort, wo der Lebensgeschichte der Firma abzulesen ist, nicht aufgeben, sondern dort ein neues Quartier mitentwickeln, das in das Entwicklungsprogramm Nordstadt passt. Es gibt dafür auch erste Entwürfe, die der Architekt Sergio Pascolo vor sieben Jahren skizziert hat. Ideen hat auch Kreuzburg für das 20 000-Quadratmeter-Areal, das sind etwa drei Fußballfelder. In der attraktiven Lage, nahe zur City, zum Uni-Campus, zu Kliniken und Instituten sowie zum Bahnhof und dem Autobahnzubringer, sollen zu einem Teil Wohnungen und Raum für kleinere, junge Firmen sowie Bildungseinrichtungen entstehen.

„Es soll am Tag und Abend ein lebendiges Quartier sein“, wünscht sich Kreuzburg. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler betont wie der Sartorius-Chef, dass für die Realisierung auch Investoren benötigt werden. Einen Verkauf des Areals zum bestmöglichen Preis schloss Kreuzburg kategorisch aus. Sartorius hat möglichen Partnern bereits die Hand gereicht: Gespräche mit der Stadt, den drei Wohnungsgenossenschaften und dem Studentenwerk gab es bereits. Am Freitag wurden auch Vertreter der Uni-Klinik auf dem Gelände gesichtet.

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