Weitere Firmen-Zukäufe geplant

Sartorius wächst auch 2014 kräftig

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Investieren – auch in Steine: Am Sitz der Konzernzentrale von Sartorius in Göttingen wird kräftig gebaut, so entstand das größte Parkhaus der Stadt – hier zu sehen – in Bau sind weitere Produktionsgebäude.

Göttingen. Die Sartorius AG in Göttingen blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Das sagte Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg bei der Bilanzpressekonferenz am Montag.

Der international führende Labor- und Pharmazulieferer schloss das Geschäftsjahr mit einem deutlichen Wachstum ab und ist auf Kurs, was die ehrgeizige Prognose „Sartorius 2020“ angeht, wie Kreuzburg sagte. Man habe die Finanzziele nach einem zunächst zögerlichen Start 2014 – vor allem auf dem chinesischen Markt – insgesamt sogar noch übertroffen.

Der Konzernumsatz stieg 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 Prozent auf nun 891,2 Millionen Euro. 2013 waren es 791,6 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz 2014 wäre ohne den Verkauf der kleinsten Sparte Industrial Technologies höher gewesen.

Durch den Verkauf aber habe sich der Gewinn noch verbessert, Sartorius meldet ein Plus von 15,1 Prozent. Der Nettogewinn stieg um 13.8 Prozent und beträgt 73,7 Millionen Euro. Die Marge liegt nun bei 21 Prozent. Auch der Auftragseingang wuchs um 13,4 Prozent auf 929,2 Millionen Euro.

Motor des Konzerns bleibt die größte Sparte Bioprocess Solutions, sie verzeichnete ein Umsatzplus von 18,5 Prozent. Einen Anteil an der positiven Entwicklung hatten auch die Zukäufe wie durch das englisches Unternehmen TAP Biosystems 2013.

Positiv auch: Bei Sartorius arbeiten mehr Menschen: Im Konzern sind weltweit 5611 Mitarbeiter beschäftigt, das sind 453 mehr als am Ende des Jahres 2013.

2015 erwartet Vorstandschef Joachim Kreuzburg „ähnliche Zahlen wie 2014“, er sieht allerdings in manchen Geschäftsbereichen auch deutliche Wachstumschancen – vor allem bei den Marktanteilen der Bioprocess-Produkte in Nordamerika.

In der Firmenzentrale Göttingen investiert Sartorius im Vergleich zu allen anderen Standorten am meisten: etwa 500 Millionen Euro bis 2020.

Dann strebt Sartorius einen Konzern-Umsatz von zwei Milliarden Euro an. „Wir sind auf Kurs“, sagte Kreuzburg, der aber andeutete, nicht mit letzter Kraft den Umsatzzahlen hinterherlaufen zu wollen. Es werde deshalb auch Zukäufe geben, aber nur dann, wenn sie ergänzend zum Konzern passten. Dafür stehen 600 Millionen Euro Investitionssumme bereit.

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