Göttinger Unternehmen investiert

Sartorius-Werk in Puerto Rico wächst

Blick auf eine Baustelle: Sartorius baut auf dem Gelände der Produktionsstätte in Yauco in Puerto Rico kräftig aus. Die Produktion soll verdoppelt werden. Foto: nh

Göttingen. Sartorius investiert bis 2018 knapp 92 Millionen Euro in den Ausbau des Werks in Puerto Rico. Jetzt besuchte der Wirtschaftsminister von Puerto Rico, Manuel Laboy, Göttingen.

Der Sartorius Konzern investiert bis 2018 knapp 92 Millionen Euro in die Erweiterung seines Werks in Puerto Rico. Jetzt besuchte der Wirtschafts- und Handelminister von Puerto Rico, Manuel Laboy, den Sartorius-Stammsitz in Göttingen.

Ein Thema in den Gesprächen war dieser Ausbau des Standorts in Yauco, im Südwesten Puerto Ricos. Das Werk dort arbeitet seit mehr als 35 Jahren und versorgt vor allem den US-amerikanischen Markt mit Filtern und sterilen Einwegbeuteln sowie künftig auch mit Membrane. Die Kapazität in Yauco wird mehr als verdoppelt, die Mitarbeiterzahl werde von aktuell 450 deutlich steigen, teilt Sartorius mit.

Besuch des Wirtschaftsministers aus Puerto Rico: Im Sartorius-Stammwerk Göttingen zeigte Vorstandsmitglied Rainer Lehmann zeigte Manuel Laboy auch Gerätschaften. Foto: nh

Die 2016 begonnene Erweiterung der Produktionskapazitäten auf 190.000 Quadratmetern ist die größte einzelne ausländische Investition des Konzerns 2017, wie kürzlich auch Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg während der Aktionärsversammlung den Anteilseignern erläuterte.

Hintergrund für die Kapazitätserweiterung wiederum ist das starke Wachstum von Sartorius in der Bioprocess Solutions-Sparte. Dabei geht es um die Entwicklung und Erzeugung von Bio-Medikamenten. Dafür bietet Sartorius von Einmal-Produkten, über Herstellungsprozesse bis zu Geräten und Know-How die gesamte Palette an.

Von der Sartorius-Expansion profitiert auch das Land: „Wir freuen uns über das Engagement von Sartorius in Yauco. Das Werk ist wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung der Region“, sagt Minister Laboy.

Vorstandsmitglied Rainer Lehmann betont, dass der Ausbau des Werks für Sartorius nicht nur finanziell, sondern auch strategisch eine bedeutende Investition sei.

Das Werk in Yauco böte laut Lehmann zudem hervorragende Bedingungen in Bezug auf Mitarbeiter- und Produktqualität. „Zudem finden wir günstige wirtschaftliche Rahmen- und Investitionsbedingungen vor.“ Nach Aussage von Rainer Lehmann liege der Ausbau des Werks im Zeit- und Kostenrahmen.

Zum Besuchsprogramm des puertoricanischen Wirtschaftsministers Laboy gehörte auch ein Rundgang am rasant wachsenden Sartorius-Campus in Göttingen. Nur dort in Südniedersachsen investiert der Konzern bis 2020 noch mehr als im mittelamerikanischen Heimatland von Manuel Laboy. (tko)

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