Verleihung am 24. Juni

Satirepreis Göttinger Elch geht an zwei Preisträger

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Einer der beiden Preisträger: Wiglaf Droste.

Göttingen. Der Satirepreis „Göttinger Elch“ geht erstmals an zwei Künstler. Der Satiriker Pit Knorr sowie der Kolumnist Wiglaf Droste erhalten die Auszeichnung.

Beide Preisträger bekommen 3333 Euro und eine silberne Elch-Brosche. Die Preise werden am 24. Juni überreicht, wie die Göttinger Stadtverwaltung mitteilte. Die Auszeichnung wird jährlich für ein satirisches Lebenswerk vergeben. Knorr und Droste sind der 21. und 22. Elchpreis-Träger.

Knorr (78) war von 1968 bis 1971 Redakteur und später Textchef der Satire-Zeitschrift „Pardon“. Ab 1974 wirkte er in der Autorengruppe GEK (Gernhardt/Eilert/Knorr) mit, die in der Folge die Texte für sämtliche Bühnen- und Fernsehshows, Bücher und Filme von Otto Waalkes verfasste.

1979 wurde Knorr Mitherausgeber und Autor des Satire-Magazins „Titanic“, sporadisch schreibt er bis heute für das Blatt. Allein und in Begleitung sei er bis heute „unermüdlich in den Mehrzweckhallen des Landes unterwegs, um die Lehre der Neuen Frankfurter Schule zu verbreiten“, erklärte die Preisjury.

Der Elch geht damit auch an einen Autor der Region: Der in Salzburg geborene Knorr verbrachte einen Teil seiner Jugend in der Schwalm. Sein Abitur machte er 1959 an der Steinataler Melanchthon-Schule.

Droste (56) war Redakteur der „Titanic“ und der Tageszeitung „taz“. Heute ist er als freier Schriftsteller, Kulturkritiker und Sänger unterwegs. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Tonträger sowie Texte für Rundfunk und Presse. Von 1999 bis 2013 gab er gemeinsam mit dem Stuttgarter Meisterkoch Vincent Klink die kulinarische Kampfschrift „Häuptling Eigener Herd“ heraus. Für seine Arbeit wurde Droste 2003 mit dem Ben Witter-Preis, 2005 mit dem Annette von Droste-Hülshoff-Preis und 2013 mit dem Peter-Hille-Literaturpreis ausgezeichnet.

Knorrs und Drostes Vorgänger als Träger des Elchpreises waren unter anderem Robert Gernhardt (1999), Gerhard Polt (2000), Harry Rowohlt (2001), Helge Schneider (2009) und Olli Dittrich (2010). Im vergangenen Jahr erhielt der der Zeichner Gerhard Glück den Preis.

Die Preisverleihung findet am Sonntag, 24. Juni, ab 11 Uhr im Deutschen Theater in Göttingen statt. Der Eintritt kostet ab 14 Euro. Karten sind im Vorverkauf ab 28. Mai unter Tel. 0551/4969300 beim Deutschen Theater zu bekommen. (epd/bsc) 

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