Satirepreis: Göttinger Elch geht an Rudi Hurzlmeier

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Preisträger des Göttinger Elch: Rudi Hurzlmeier erhält den Satirepreis am 10. Mai.

Göttingen. Der Satirepreis Göttinger Elch geht in diesem Jahr an den Maler, Zeichner und Autor Rudi Hurzlmeier. Das gab die Stadt Göttingen am Mittwoch bekannt.

Die Auszeichnung wird jährlich für ein satirisches Lebenswerk vergeben und ist mit 3333 Euro, einer silbernen Elchbrosche und 99 Dosen „Original Göttinger Elch- Rahmsüppchen“ dotiert. Die Preisverleihung findet am 10. Mai statt. Am gleichen Tag wird die retrospektive Ausstellung „Rudi Hurzlmeier - Meisterwerke der Goldigen Periode“ im Alten Rathaus der Stadt eröffnet und ist dort bis zum 28. Juni zu sehen.

Die Laudatio hält der Dichter und Schriftsteller Thomas Gsella. Vorjahres-Preisträger Georg Schramm steuert ein besonderes Grußwort bei. Auf der Bühne werden auch Hurzlmeiers Zeichnerkollegen Hauck und Bauer sowie Marcus Weimer (Rattelschneck) gratulieren.

„Hurzlmeiers äußerst vielfältiges Werk changiert zwischen Extremen; wenn er einen bösen Witz macht, ist tiefempfundene Philosophie nicht weit und umgekehrt“, schreibt die Jury unter anderem in ihrer Begründung.

Rudi Hurzlmeier wurde 1952 im Klostersanatorium der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie in Mallersdorf geboren, was ihn nach eigener Aussage sehr geprägt hat. Nach unsteten Wanderjahren studierte er autodidaktisch komische Zeichnerei, Malerei und Bildhauerei. Es entstanden zahlreiche Cartoons, Karikaturen und Comicstrips, unter anderem für Eulenspiegel, Bunte, Kowalsi, Pardon, Nebelspalter, Penthouse, P.M. Magazin, Gong, Hörzu, FAZ und TV-Anstalten.

Illustrator 

Seit 1985 ist er ständiger Mitarbeiter des Satire-Magazins Titanic. Als Illustrator arbeitete Hurzlmeier unter anderem mit Wiglaf Droste, Thomas Gsella, Harry Rowohlt, Peter Hacks, Truman Capote zusammen. Seit Beginn der neunziger Jahre trat er zunehmend als von der Kunstkritik hochgelobter Maler, auch unter den Pseudonymen „Ru di Hu“ und „HU“, in Erscheinung. Seine Werke wurden international in weit über 100 Einzel-Ausstellungen gezeigt, rund 40 Bücher erschienen über ihn und mit ihm. In jüngerer Zeit ist er auch als Dozent und Kunstvermittler tätig; so gehört er zu den treibenden Kräften für die Schaffung einer „Komischen Pinakothek“ in München.

Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er 2010 den „Deutschen Karikaturpreis“. Hurzlmeier lebt mit Gabriella Hurzlmeier von Watenphul in München. Ihre beiden Söhne Julian und Leonhard haben ebenfalls künstlerische Laufbahnen eingeschlagen und stellen gelegentlich zusammen mit ihrem Vater aus.

Rudi Hurzlmeier ist der 18. Preisträger des Göttinger Elch, der den guten Ruf der komischen Künste festigen und das Ansehen der in Wort und Bild tätigen Satiriker im deutschen Sprachraum mehren will. (bsc)

Preisverleihung: Eintrittskarten werden erstmals verlost

Die Preisverleihung beginnt am Sonntag, 10. Mai, um 11 Uhr im Deutschen Theater in Göttingen. Karten dafür werden aufgrund der großen Nachfrage in diesem Jahr erstmals verlost.

Die Karten kosten 11, 14, 17 beziehungsweise 20 Euro oder bei Anspruch auf Sozialermäßigung drei Euro. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, muss einen Kartenwunsch - maximal zwei Karten pro Person in der gewünschten Preiskategorie - unter Angabe des Namens und der Kontaktdaten zwischen dem 16. März und 2. April per Mail an die Adresse elch@goettingen.de oder telefonisch unter der Rufnummer 0551 / 400-2486 übermitteln.

Die Kartenvergabe erfolgt nach der Verlosung ab dem 20. April an der Kasse des Deutschen Theaters. (bsc)

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