Göttinger Konzern

Sartorius kauft schwedisches Unternehmen und erwartet mehr Gewinn

+
Messlatte für 2017 höhergelegt: Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG, geht nach den Unternehmenszukäufen von höheren Jahreszielen aus. Foto: Jelinek

Göttingen. Die Sartorius AG bleibt ihrer Linie treu: Zwei weitere Zukäufe innovativer Unternehmen sollen den Konzern stützen. Gleichzeitig erwartet man ein Umsatz- und Gewinnplus.

Wenige Tage vor der Aktionärsversammlung am Donnerstag in der Lokhalle meldet die Sartorius AG einen weiteren Zukauf: Für knapp 69  Millionen Euro übernimmt Sartorius das schwedische Unternehmen MKS Instruments AB Umetrics aus Malmö vom amerikanischen MKS-Konzern.

Abgewickelt wird der Kauf über den Teilkonzern Sartorius Stedim Biotech. Umetrics ist im Biopharmazeutischen Bereich unterwegs und nach Angaben von Sartorius ein „weltweit führender Spezialist für die Datenanalyse zur Modellierung und Optimierung von biopharmazeutischen Entwicklungs- und Produktionsprozessen“.

Mit dem Unternehmen aus Malmö in Schweden arbeitet Sartorius seit fünf Jahren zusammen. Umetrics erwartet 2017 einen Jahresumsatz von 14,1 Millionen Euro und eine deutlich zweistellige Gewinnmarge.

Abgeschlossen hat Sartorius mittlerweile auch die am 3. März vereinbarte Akquisition des US-Unternehmens Essen Bio Science. Die kartellrechtliche Genehmigung ist mittlerweile erteilt worden. Essen Bio Science hat kamerabasierte Zellanalytik-Systeme für die Arzneimittelforschung entwickelt und wird der Sartorius Sparte Laborprodukte und -Service sowie dort dem Bereich Bioanalytik zugeordnet.

Sartorius schraubt aufgrund der Zukäufe die Gewinnerwartung nach oben: Im Laborbereich rechnet der Konzern nach dem Zukauf von Essen nun mit einem Umsatzzuwachs von 20 bis 24 Prozent, vorher waren sechs bis zehn Prozent erwartet worden. Die Gewinnmarge soll statt um ein Prozent mehr als erwartet, also nun um zwei Prozent in 2017 steigen.

In der Sparte Bioprocess Solutions bleibt Sartorius bei einem erwarteten Umsatzplus von neun bis 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber: Die Gewinnmarge soll um einen halben Prozentpunkt (Vorjahr: 28 Prozent) wachsen.

Für den Gesamtkonzern heißt das: Umsatzplus zwölf bis 16 Prozent (bisher acht bis zwölf) und EBITDA-Gewinnmarge-Plus von einem halben Prozent. Konzernchef Joachim Kreuzburg ist optimistisch, dass diese Erwartungen erfüllt werden können: „Wir sind auf einem guten Weg, unsere noch einmal erhöhten Jahresziele 2017 erreichen zu können.“ 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.