Sparkasse-VGH-Cup: der Samstag

Dem SC 05 fehlen in der Lokhalle drei Tore - Northeim in der Endrunde

Keine Chance, am Mainzer Spieler vorbei zu kommen: Den Akteuren des SC Göttingen 05 blieb am Ende auch der Einzug in die Finalrunde beim Sparkasse-VGH-Cup 2020 verwehrt. Foto: Hubert Jelinek

Super Stimmung, viele Tore, starke Fan-Blöcke, exzellente junge Kicker und ein Weltmeister: das und noch viel mehr brachte der dritte Turniertag beim Sparkasse&VGH-Cup 2020.

Die Nachwuchsteams der nationalen und internationalen Profi-Klubs gaben sich dabei keine Blöße, alle marschierten durch die dreitägige Vorrunde.

Noch wichtiger für viele Spieler, Klubangehörige und Fans auf den vollen Tribünen aber war die Antwort auf die Frage, welche heimischen U-19-Teams als Viertplatzierte in den vier Gruppen den Sprung in den Finaltag geschafft haben? Nun: Das Eichsfeld ist diesmal mit SV Rotenberg, JFV Rhume-Oder, und 1. SC Heiligenstadt stark vertreten, die Ausrichterstadt Göttingen hingegen gar nicht. Ebenfalls weiter ist der FC Eintracht Northeim, der zehn Punkte holte.

Der älteste Nachwuchs des SC Göttingen 05 hatte es dabei bis zum letzten Spiel des Tages in der Hand, verspielte aber die – zunächst kleine, im Spielverlauf aber riesengroße – Chance auf den Finaltag-Einzug. Mit sieben Toren Unterschied hätten die in Rot gekleideten Schwarz-Gelben gegen den Lokalrivalen SC Hainberg gewinnen müssen. Das 1:0 nach wenigen Sekunden war der Startschuss zur Aufholjagd. 5:0 hieß es nach acht Spielminuten. Dann überdrehten die 05er ein wenig und vergeigten allein drei hunderprozentige Chancen. Ein sensationelles Tor von SC-Keeper Leon Pastler zerstörte die Hoffnungen der 05er. Endstand: 5:1. Beide Teams verabschiedeten sich fair beim Publikum, und der SCH-Kapitän wünschte den Heiligenstädtern alles Gute.

Die adidas-Gruppe gewann eine meist überzeugend aufspielende Frankfurter Eintracht vor Hertha BSC. Die Berliner steigerten sich am Samstag gegenüber dem Vortag deutlich und schlug auch den Drittplatzierten Manchester United deutlich mit 5:1. Vierter wurde hier SV Rotenberg mit neun Punkten.

Die Rewe-Gruppe brachte den erwarteten Favoriten-Sieger hervor: Austria Wien gewann alles sechs Spiele und ließ Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf und Einracht Northeim hinter sich.

Den Sieg in der TSN-Beton-Gruppeholte sich Mainz 05, vor dem FC Schalke 04, dem FC Brügge und dem 1. SC 1911 Heiligenstadt.

Umjubelt wurde der Sieg von einer konstant stark spielenden Hannover 96-Truppe in der VR-Bank-Gruppevor Fulham FC, Borussia Mönchengladbach und JFV Rhume Oder.

Das alles geschah vor den Augen eines Weltmeisters von 1990: Andreas Möllerwar zum ersten Mal Gast in der Lokhalle und beobachtete dabei natürlich besonders seine Frankfurter Jungs, aber nicht nur diese: Beeindruckt war generell vom Niveau der Spiele, besonders von einigen Akteuren der Geburtsjahrgänge 2003 und 2004, so bei Manchester United. „Sie bringen schon fast alles mit, was man braucht, um Profi werden zu können“, schwärmte Möller über viele top-ausgebildete junge Fußballer – und über die Atmosphäre in der Halle: „Ein tolles Turnier, wir sind froh, immer wieder eingeladen zu werden und hier spielen zu können.“ Für Andi Möller, der früher „sehr, sehr gerne in der Halle spielte“, seien die Bedingungen auf dem engen Feld samt Banden hervorragend für die Spieler, um sich zu verbessern: Handlungsschnelligkeit, Taktik, Entschlossenheit würden super geschult, wie er im längeren Gespräch mit unserer Zeitung am Samstag sagte.

Von Thomas Kopietz

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