Astronomische Vorgänge machen zusätzlichen Tag nötig

Schaltjahr: Montag ist 29. Februar - Reaktion auf Erdumlaufzeit

Hier wird Zeit gemacht: Die Atomuhr „CS 2“ in Braunschweig. Das Jahr 2015 wurde am 1. Juli um eine Sekunde verlängert. Das ist nötig, um auf die Umlaufzeiten der Erde um die Sonne zu reagieren. Foto: dpa

Göttingen/Braunschweig. Mancher kann nur alle vier Jahre korrekt Geburtstag feiern: Am Montag ist es mal wieder so weit – es gibt im Schaltjahr 2016 den 29. Februar. Für den „Vierjahrestag“ 29. Februar gibt es Gründe.

Der zusätzliche Tag am Montag wird alle vier Jahre nötig, um den Jahreskalender an astronomische Vorgänge anzugleichen. So haben „normale“ Jahre 365 Tage mit jeweils 24 Stunden. Doch die Erde braucht exakt 365,24 Tage für einen Umlauf um die Sonne. Diese 0,24 zusätzlichen Tage summieren sich in vier Jahren fast zu einem ganzen Tag.

Schaltjahre haben daher 366 Tage. Die immer noch bleibenden minimalen Abweichungen der Kalenderzeit vom Sonnenjahr – also vom Umlauf der Erde um die Sonne - werden durch das gelegentliche Einfügen von Schaltsekunden ausgeglichen, so geschehen zuletzt am 1. Juli 2015 – da wurde die Atomuhr in Braunschweig „bescheunigt“.

Dass ausgerechnet der 29. Februar zum Schalttag wurde, hat offenbar geschichtliche Gründe. Schon im antiken Rom endete das Jahr im Februar – Neujahr war am 1. März. Davon zeugen noch die Monatsnamen September bis Dezember, die vom März aus gezählt – und gemäß der Wortbedeutung – der siebte bis zehnte Monat waren. Darum darf noch heute der Februar als ohnehin kürzester Monat alle vier Jahre einen Tag länger sein. (epd/tko)

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