Bevorstehende Sperrung des Abschnitts Kassel-Hannover

Scharfe Kritik von Pro Bahn: Schnellfahrstrecke wurde vernachlässigt

Fahrgäste am Gleis 9 des Göttinger Bahnhofs: Von dort starten die ICE Richtung Norden. Foto: dpa

Göttingen/Kassel. Scharfe Kritik an den Umständen der Sperrung der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover, Göttingen und Kassel vom 24. April bis 8. Mai kommt vom Fahrgastverband Pro Bahn.

„Der akut aufgetretene Sanierungsbedarf an der Schnellfahrstrecke Hannover-Göttingen-Kassel lässt darauf schließen, dass die Ingenieure der Deutschen Bahn in den zurückliegenden Jahren deutlich zu wenig für die laufende Unterhaltung getan haben“, sagt Gerd Aschoff (Göttingen), Pressesprecher von Pro Bahn Niedersachsen. Das räche sich nun durch die hektisch anberaumten Baumaßnahmen, die noch vor den ohnehin geplanten Sanierungsarbeiten ab Ende Mai erledigt werden müssen.

Da die Deutsche Bahn nicht in der Lage sei, die Fahrplandaten von jetzt auf gleich anzupassen, sind nach Ansicht von Pro Bahn alle Fahrgäste die Leidtragenden, die in der fraglichen Zeit vom 24. April bis 8. Mai und im fraglichen Bereich Hannover-Göttingen-Kassel eine Bahnreise planen wollen.

„Sie erfahren heute nicht, ob ihr Zug bis zu 60 Minuten länger oder auf einer anderen Route unterwegs ist oder sogar ganz gestrichen wird. Das ist unzumutbar“, kritisierte Aschoff. Die Deutsche Bahn müsse sich wenigsten klar äußern, wie sie ihre Probleme mit der Sanierung ihrer Strecken in den Griff bekommt.

Aschoff: „Die Deutsche Bahn und der Bund müssen die uneingeschränkte Nutzung der Bahnstrecken sicherstellen. Dabei muss selbstverständlich auch saniert werden, aber bitte so, dass derart kurzfristige Baumaßnahmen zu Lasten der Fahrgäste sich nicht wiederholen.“

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