Schauspielerin auf Spurensuche in eigner Familie: Premiere im JT

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Auf der Suche nach der Geschichte des Großvaters: Schauspielerin Linda Elsner bringt mit dem Stück „Navigator Luna Nord“ die mysteriöse Geschichte des Großvaters auf die Bühne. Benjamin Progonatos (links) komponiert die Musik zu dem selbst geschriebenen Stück.

Göttingen. Es ist eine intensive Spurensuche auf der Bühne und im echten Leben. Schauspielerin Linda Elsner recherchierte die geheimnisvolle Lebensgeschichte ihres Großvaters und schrieb daraus das Stück „Navigator Luna Nord“.

Ihren Großvater hat sie nie kennengelernt. Nur von drei Photographien weiß sie überhaupt, wie er aussah. Außerdem kennt sie seinen knappen Lebenweg: Er verließ das westafrikanische Togo, reiste zum Vatikan, verließ ihn wieder und wurde in der DDR Kommunist. Jetzt entschied sie sich die gesamte Geschichte zu ermitteln.

Nach einer längeren Spurensuche, kennt Linda Elsner nun die Lebensgeschichte ihres Großvater und hat das autofiktionale Stück „Navigator Luna Nord“ geschrieben. „Dies ist mein Versuch, das, was ich selbst auf meiner Suche erlebt und über meinen Großvater erfahren habe, niederzuschreiben“, erklärt Elsner. Diesen Findungsprozess bringt sie bei der Premiere am Freitag, 4. September, vor Publikum auf die Bühne des Jungen Theaters in Göttingen.

Für die Schauspielerin ist dieses Projekt der Abschluss ihres Masterstudiums an der Hochschule der Künste in Bern, gleichzeitig wird ein intimes Geheimnis gelüftet und ein Selbstfindungsprozess.

Auf der Bühne ist es kein reiner Monolog, sondern die Erzählung von zwei Geschichten, ihrer Suche und der Reise des Großvaters.

Die Spurensuche kommt ohne große Worte und aufwändiges Bühnenbild aus. Kleine Requisiten sind es und vor allem die Musik, die dem Publikum das Geschehen, die Orte des Geschehens und die Stimmungslage vermitteln.

Für die Musik wird Elsner von ihrem Kommilitonen Benjamin Progonatos unterstützt. Er wird ebenfalls etwas abseits auf der Bühne zu sehen sein.

Termine: Das Stück „Navigator Luna Nord“ wird am Freitag, 4. September, ab 20 Uhr uraufgeführt, weitere Aufführungen sind Montag, 7. September und Donnerstag, 24. September, ebenfalls um 20 Uhr.

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