Schauspielkurs des Göttinger THG überzeugte bei Schülertheatertagen

Ausdrucksstark: Die Jugendlichen des THG überzeugten mit Mimik und Gestik statt bunter Kostüme. Foto: Privat

Vor einem begeisterten Publikum spielten die Elftklässler des Theodor-Heuss-Gymnasiums am Mittwoch ihre Interpretaion von Georg Büchners Drama "Leonce und Lena".

Unter der Leitung von Claus Schlegel, Spielleiter des THG und Lehrer für Darstellendes Spiel, hatten sich die Göttinger Schüler ein Jahr mit dem Stück befasst und ihre ganz eigene Fassung zum Drama um die arrangierte Hochzeit von Prinz Leonce und Prinzessin Lena entwickelt.

Während des 19. Niedersächsischen Schülertheatertreffens in Göttingen präsentierten sie ihr Stück unter dem Titel „Komm, wir müssen was treiben" in einem beinahe ausverkauften Großen Haus im Deutschen Theater.

Gänzlich in schwarz gekleidet und mit weiß geschminkten Gesichtern schafften es die jungen Schauspieler, fast ohne Requisiten ihre Zuschauer allein mit Worten und ausdrucksstarken Bewegungen in den Bann der Geschichte zu ziehen.

Im Fokus der Aufführungen standen sowohl Auseinandersetzungen der Hauptfiguren Leonce, gespielt von Malte Borgfeldt, und Lena, dargestellt von Nele Mascher, mit ihren königlichen Eltern, als auch die Bestrebungen der jungen Erwachsenen, anders sein zu wollen sowie ihre Sehnsucht nach einem erfüllten Leben.

„Ein Drama voller Trauer, Melancholie und Liebe, aber auf eine Weise, die Jugendliche von heute anspricht“, fasste Claus Schlegel den Inhalt des Stückes zusammen. Gerade durch die von den Schülern selbst erarbeitete Interpretation passe Büchners Drama in die heutige Zeit, ist der Pädagoge überzeugt.

Von der Thematik angesprochen fühlte sich auch das Publikum. Höchst konzentriert verfolgten rund 500 Schüler verschiedenster Altersstufen aus Göttingen und Bovenden das Geschehen vor ihnen auf der Bühne.

Das 19. Niedersächsiche Schülertheatertreffen findet bis Freitag, 27. Mai, in Göttingen statt. Informationen zum Programm unter www. schuelertheatertreffen.goettingen.de.

Von Claudia Voss

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