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Start des Vorverkaufs: Schlange stehen fürs Neun-Euro-Ticket

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Von: Bernd Schlegel

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Das Neun-Euro-Ticket: Eilige lösten es schon im Online-Shop auf dem Handy.
Das Neun-Euro-Ticket: Eilige lösten es schon im Online-Shop auf dem Handy. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa

Der Vorverkauf für das Neun-Euro-Ticket hat begonnen - auch in Südniedersachsen.

Hannover/Göttingen – Wer am Montag in Südniedersachsen das ab Juni geltende Neun-Euro-Ticket erwerben wollte, musste unter Umständen Wartezeiten in Kauf nehmen. Es war an den gelben Metronom-Automaten nicht erhältlich und musste am Schalter oder online gekauft werden.

So stellte sich die Situation am Bahnhof Göttingen dar: Zahlreiche Reisende suchten an den dort aufgestellten Automaten nach dem Sonderangebot, das in den Monaten Juni, Juli und August, für neun Euro pro Kalendermonat beliebig viele Fahrten im Nahverkehr möglich macht. Doch die Suche blieb ergebnislos. An den rot-weißen Automaten der Bahn werden keine Nahverkehrstickets mehr verkauft und an den gelben Automaten des Metronom war das Angebot noch nicht eingespielt. Spätestens zum 1. Juni soll der Kauf dann auch am Automaten möglich sein.

Ganz eilige Kunden nutzten deshalb den Ticketverkauf im Internet beziehungsweise über Online-Shops auf dem Handy. In den Bussen im Regionalverkehr und im Service-Center Verkehrsverbund Südniedersachsen (VSN) ist ein Verkauf technisch bedingt erst ab Mittwoch, 25. Mai möglich, in den Bussen der Göttinger Verkehrsbetriebe GmbH findet kein Verkauf statt.

Viele wollten aber trotzdem schon vorab für den Start mit dem günstigen Ticket am 1. Juni gerüstet sein. Sie stellten sich in die Schlange im Reisezentrum an und warteten geduldig eine halbe Stunde, bis sie endlich den begehrten Fahrschein in den Händen hielten. Dort erinnerten sich manche Kunden an die Einführung des Schönen-Wochenende-Tickets Mitte der 1990er-Jahre. Damals konnten Regionalzüge ein ganzes Wochenende lang für 15 Mark (7,65 Euro) genutzt werden. Später wurde das Angebot teurer und auf einen Tag begrenzt. 2019 wurde es abgeschafft.

Damals war es zum Teil richtig voll in den Zügen und auch auf den Bahnsteigen. Ähnliche Situationen befürchten Göttinger Kunden auch jetzt während der Neun-Euro-Ticket-Periode bis Ende August.

Um das Problem ein wenig zu lindern, hat die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen Züge mit größerem Platzangebot bestellt. Andere Verbindungen werden mit mehr Waggons gefahren. Allerdings gibt es Verbesserungen im Angebot vor allem im Norden Niedersachsens. Auf der so stark genutzten Metronom-Strecke zwischen Göttingen und Hannover ist keine Verlängerung der Züge möglich, weil in bestimmten Stationen die Bahnsteige dafür nicht lang genug sind. Einzelne Waggons würden dann auf freier Strecke stehen.

Hier die wichtigsten Strecken in Niedersachsen, auf denen mehr Leistungen bestellt wurden:

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Informationen zu den Bestimmungen fürs Neun-Euro-Ticket gibt es hier. (Bernd Schlegel)

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