Neuer Schwerpunktbereich

Die Abteilung Herzmedizin im Weender Krankenhaus hat einen neuen Chef

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Modern eingerichtet: Die Herzstation in der neuen Abteilung Kardiologie und internistische Intensivmedizin ist neu im Evangelischen Krankenhaus Weende, ebenso wie Chefarzt Dr. Stephan Schmidt-Schweda.

Göttingen. Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende hat die Abteilung Kardiologie und internistische Intensivmedizin eingerichtet. Chefarzt ist Dr. Stephan Schmidt-Schweda.

Das „Weender“ hat damit einen neuen Schwerpunktbereich, in dem das gesamte Spektrum der Herzerkrankungen diagnostiziert und behandelt wird. Das Herzkatheterlabor ist 365 Tage rund um die Uhr einsatzbereit – auch für akute Notfälle.

Einsatz für viele Herzerkrankungen

Zu den Behandlungsschwerpunkten zählen auch die koronare Herzerkrankung, der Herzinfarkt, Herz-Rhythmusstörungen und -Muskelschwäche sowie -Klappenerkrankungen.

Das „Gesicht“ der neuen Abteilung ist der 51-jährige Stephan Schmidt-Schweda, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit Zusatzausbildung Spezielle Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin . Der Chefarzt ist gebürtiger Rendsburger und in Süddeutschland aufgewachsen. Sein Medizinstudium absolvierte er an der Uni Freiburg.

Chef Schmidt-Schweda

Dr. Stephan Schmidt-Schweda hat neun Jahre die Kardiologie im Eichsfeld Klinikum in Worbis aufgebaut und geleitet. Nach fünf Jahren In der Abteilung Kardiologie der Uni Freiburg war er zehn Jahre am Herzzentrum in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) tätig, zuletzt leitete er als Oberarzt die internistische Intensivmedizin. Schmidt-Schweda ist in der Region verwurzelt und kennt viele der niedergelassenen Ärzte. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Chefarzt von neuer Abteilung: Dr. Stephan Schmidt-Schweda.

Karaus: Chefarzt passt

Für den Medizinischen Leiter des Weender Krankenhauses, Prof. Dr. Michael Karaus, passt Schmidt-Schweda „mit seiner Kompetenz, Erfahrung und persönlich-menschlichen Integrität optimal in die Weender Familie“. Im Krankenhaus gelte es für den Chefarzt „diese Mammutaufgabe zu schultern“, wie Frank Czeczelski, Kaufmännischer Geschäftsführer im „Weender“, sagt.

Abteilung notwendig

Das Krankenhaus hat 285 internistische Akutbetten. Von den internistischen Patienten sind laut Karaus „nur 17 Prozent primär mit kardiologischen Patienten belegt“. Im Bundesvergleich liegt das Weender damit weit unter Durchschnitt, denn in Deutschland sind es 40 Prozent. „Hier gibt es also eine Unterversorgung, obwohl wir in Weende seit fünf Jahren ein Herzkatheterlabor betreiben“, beschreibt Michael Karaus die Notwendigkeit der neuen Abteilung.

Auch für Notfälle

Die koronare Herzerkrankung beschreibt den Befall der Herzkranzarterien mit der Arteriosklerose. Beim Herzinfarkt mit einem plötzlichen Verschluss eines Herzkranzgefäßes zählt jede Minute.

Daher ist das Herzkatheterlabor im Weender Krankenhaus auch für akute Notfälle einsatzbereit. Der Notarzt kann über eine Notfall-Rufnummer noch während der Erstversorgung den Patienten anmelden und erste Parameter durchgeben. Die Patienten werden auf der interdisziplinären Intensivstation weiterbetreut.

Unnötige Stent-Implatationen vermeiden

Im Herzkatheterlabor findet auch die Diagnostik mittels Koronar-Angiographie und Therapie – meist durch Stent-Implantation – von Patienten mit chronischer Erkrankung der Herzkranzarterien statt. Dazu stehen Methoden wie die Druckdrahtmessung zur Verfügung. Unnötige Stent-Implantationen werden so vermieden, heißt es. Gegebenenfalls kann eine geplante Herzkatheteruntersuchung auch ambulant durchgeführt werden.

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