Schnelles Baurecht für 5000 neue Wohnungen in Göttingen

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Wohnraum ist in Göttingen extrem knapp: Deshalb sollen in einem Planungsverfahren die Voraussetzungen für den Bau von fast 5000 neuen Wohnungen geschaffen werden.

Göttingen. Die Stadt Göttingen macht Druck, um möglichst schnell den Bau von 4820 Wohneinheiten rechtlich im neu aufzustellenden Flächennutzungsplan der Stadt abzusichern.

Das wurde in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses deutlich, der das Thema gemeinsam mit dem Umweltausschuss im Neuen Rathaus beriet. Ziel ist, dass die Aussagen des „Masterplanes“ bis zum 4. August stehen, um in das weitere Verfahren gehen zu können.

Für die Wohneinheiten, bei denen es sich um Geschosswohnungen bis hin zu freistehenden Ein-Familien-Häusern handelt, werden rund 122 Hektar benötigt. Sie verteilen sich wie ein Flickenteppich über das gesamt Gebiet der Stadt einschließlich der Ortschaften.

Sie werden angesichts des prognostizierten Wachstums der Stadt dringend benötigt. Die Pläne stützen sich dabei auf die neueste Wohnraumbedarfsprognose bis 2030, die von einem Wachstum der Stadt von derzeit etwa 123 000 auf bis zu 126 000 wohnungsmarktrelevanten Einwohnern ausgeht.

Außerdem sollen rund 48 Hektar neu für Gewerbe bereitgestellt werden.

Nach den Worten des Landschaftsplaners Henning Gödecke vom Göttinger Büro Wette und Gödecke müssen für diese Planung allerdings Flächen in einer Größenordnung von rund 57 Hektar aus dem Landschaftsschutzgebiet Leinetal entlassen werden. Neu aufgenommen werden sollen knapp 33 Hektar. Dazu zählt unter anderem die ehemalige Schießanlage der Bundeswehr in Geismar.

„Nach dem breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozess sind die Einwände und Anregungen aus den Bürgerforen gesichtet, gewichtet und eingearbeitet worden. Der Weg ist frei für das weitere Verfahren. Danach wird sich der Rat der Stadt erneut mit dem Plan befassen und endgültig beschließen“, sagte Frank-Peter Arndt, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion.

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