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Großspende: Schub für Forschungsprojekt an der Uni-Medizin in Göttingen

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Von: Bernd Schlegel

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Spendenübergabe auf der Kinderkrebsstation in der UMG: (vorn) der dreijährige Leif, (in der zweite Reihe) Prof. Christof Kramm (Leiter Pädiatrische Hämatologie und Onkologie UMG), die Doktorandinnen Effrosyni Kapsali und Klaudia Koubiak und der elfjährige Alexander Leonard spwe (hinten, von links) Paul Hesse, Dieter Greilich, Norbert Schmidt, Vorstandsmitglieder des Vereins Menschen für Kinder.
Spendenübergabe auf der Kinderkrebsstation in der UMG: (vorn) der dreijährige Leif, (in der zweite Reihe) Prof. Christof Kramm (Leiter Pädiatrische Hämatologie und Onkologie UMG), die Doktorandinnen Effrosyni Kapsali und Klaudia Koubiak und der elfjährige Alexander Leonard spwe (hinten, von links) Paul Hesse, Dieter Greilich, Norbert Schmidt, Vorstandsmitglieder des Vereins Menschen für Kinder. © UMG/Swen Pförtner/nh

Ein Verein aus Mittelhessen hat mehr als 51.000 Euro für ein Forschungsprojekt an der Uni-Medizin Göttingen gespendet. Das ist eine wichtige Hilfe.

Göttingen – Das ist eine wichtige Hilfe für ein Forschungsvorhaben an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG): Der mittelhessische Verein „Menschen für Kinder“ überreichte eine Spende von 51.600 Euro sowie Geschenke auf der Kinderkrebsstation 4031.

Der Betrag ist für ein Forschungsprojekt der Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin von Direktorin Prof. Dr. Jutta Gärtner bestimmt. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr wieder die Stationen und unsere langjährigen Partnereinrichtungen für unsere Spenden direkt besuchen können“, sagte Dieter Greilich, Vorsitzender des Vereins. „So können wir unsere Kontakte wieder persönlich pflegen und uns direkt vor Ort darüber informieren, was mit den Spendenmitteln des Vereins umgesetzt wurde.“

„Ein Teil der Spenden wird für Personalkosten eingesetzt, der andere Teil für Labormaterialien und Reagenzien verwendet“, machte Prof. Dr. Christof Kramm, Leiter der Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der UMG, deutlich. Bereits im Mai erhielt die Abteilung bei einem Zwischenstopp einer spendensammelnden zehnköpfigen Radfahrergruppe auf dem Weg nach Sylt in Göttingen eine Spende in Höhe von 47 000 Euro des Vereins „Menschen für Kinder“ für die Kinderkrebsforschung.

Der Verein unterstützt bereits seit zehn Jahren die Forschungsarbeit der UMG. In diesem Jahr spendet der Verein für das Forschungsvorhaben zum Thema „Etablierung eines Tumormodells zur Erforschung von Histon3-mutierten hochgradigen Gliomen des Kindesalters“. Mit Hilfe von genetisch manipulierten kindlichen Hirntumorzellen wird im Labor untersucht, warum bestimmte genetische Veränderungen bei der bisher unheilbaren kindlichen Hirntumorerkrankung zu einem längeren Überleben führen. Mittels der noch Erkenntnisse erhofft sich das UMG-Team neue Ansatzpunkte für eine verbesserte Behandlung dieser Hirntumorerkrankung zu finden.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 500 Kinder und Jugendliche an einem Hirn-tumor. Damit gehören diese Erkrankungen nach Leukämien zu den zweithäufigsten Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen überhaupt. Leider stellen Hirntu-more immer noch die häufigste Todesursache bei kindlichen Krebserkrankungen dar. „Es besteht immer noch sehr großer Forschungsbedarf, um diese Situation zu ändern“, sagt Prof. Kramm. Der Verein „Menschen für Kinder“ mit Sitz in Solms in Mittelhessen unterstützt inzwischen seit mehr als 25 Jahren die Belange von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen im gesamten Bundesgebiet. Weitere Informationen unter gibt es hier. (Bernd Schlegel)

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