Drei Jahre Ausbau

Schub fürs Turbo-Internet in Region Göttingen: 11.000 Gebäude angeschlossen

Breitbandausbau abgeschlossen: Das Projekt präsentierten in Stockhausen bei Friedland (von links) Projektleiter Jörg Renneberg (Telekom), WRG-Geschäftsführer Marc Diederich, Regio-Managerin Sabine Köhler und Landrat Marcel Riethig.
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Breitbandausbau abgeschlossen: Das Projekt präsentierten in Stockhausen bei Friedland (von links) Projektleiter Jörg Renneberg (Telekom), WRG-Geschäftsführer Marc Diederich, Regio-Managerin Sabine Köhler und Landrat Marcel Riethig.

In vielen Orten im Landkreis Göttingen sind in den vergangenen drei Jahren weiße Flecken bei der Versorgung mit schnellem Internet verschwunden. Knapp 11 000 Gebäude profitieren vom geförderten Breitbandausbau.

Göttingen – Diese Bilanz zogen jetzt die Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) und die Deutsche Telekom, die den Zuschlag bei der europaweiten Ausschreibung des Projekts erhalten hatte. Mit der Förderung war eine Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/Sekunde gefordert worden. Um die „Wirtschaftlichkeitslücke“ zu schließen, hat die Telekom für die Realisierung des Projektes insgesamt 4,9 Millionen Euro erhalten – 2,4 Millionen Euro vom Bund, 1,9 Millionen vom Land Niedersachsen und 600 000 Euro vom Landkreis Göttingen.

Breitbandausbau im Landkreis Göttingen: Abschluss im Harz

Der erste Spatenstich erfolgte vor drei Jahren in der Ortschaft Ossenfeld bei Dransfeld. Jetzt wurden die letzten Arbeiten an der Sösetalsperre im Harz abgeschlossen. Landrat Marcel Riethig freute sich, bei einem Vor-Ort-Termin an einem der neu aufgestellten Internet-Verteilerkästen in Stockhausen bei Friedland, über die Umsetzung und erinnerte an das Versprechen des Amtsvorgängers, dass es überall im Landkreis Göttingen schnelles Internet geben müsse.

„Das ist wichtig für gleichwertige Lebensverhältnisse und die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes“, machte Riethig deutlich. Für die Planungen, die Ausschreibung und die Projektbegleitung war die Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) beauftragt worden.

Breitbandausbau im Landkreis Göttingen: Viele Änderungen

„Wir hatten seit dem Kreistagsbeschluss zur Antragsstellung im Jahr 2016 bis heute mit zahlreichen technischen und rechtlichen Änderungen sowie notwendigen Anpassungen in einem extrem komplexen Gesamtverfahren zu kämpfen“, machte WRG-Geschäftsführer Marc Diederich deutlich.

Sabine Köhler, Projektverantwortliche beim Infrastrukturbetrieb Region Nord-Ost bei der Telekom, unterstrich die Größe des Projekts: Für den Ausbau waren Tiefbauarbeiten auf einer Länge von 140 Kilometern notwendig. Insgesamt wurden etwa 315 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Gefördert wurden die Glasfaser-Infrastruktur sowie die Ausstattung der Verteilerkästen in den Orten. Von dort aus geht es über die bereits vorhandenen Kupferkabel bis in die Häuser. Mit der sogenannten „Vectoringtechnik“ können Bandbreiten von bis zu 250 Mbit/Sekunde erreicht werden.

Breitbandausbau im Landkreis Göttingen: Weiteres Projekt in Planung

Das nächste Breitbandprojekt ist nach Angaben von WRG-Chef Diederich bereits in Planung. Damit sollen weitere bislang übrig gebliebene weiße Flecken mit einer Internetgeschwindigkeit unter 30 Mbit/Sekunde und auch Einzelbereiche mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet werden. „Bei uns steht derzeit die Vorbereitung der nötigen europaweiten Ausschreibung im Fokus.“

Breitbandausbau im Landkreis Göttingen: Mehrere Anbieter

Landrat Riehtig freut sich über das Interesse mehrerer Anbieter, parallel zum staatlich geförderten Ausbau auch eigenwirtschaftliche Projekte voranzutreiben: „Wir erleben gerade, dass sich die Menschen in zahlreichen Ortschaften für den Ausbau durch die verschiedenen Glasfaseranbieter entscheiden oder darüber nachdenken.“ Dabei sei man allerdings auf eine gewisse Ausbau- beziehungsweise Nachfragequote je Bereich angewiesen.

Weitere Informationen kann man hier abrufen. (Bernd Schlegel)

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