Mobilitätstag

Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums in Göttingen absolvieren Notfall-Training

Die 15-jährige Zehntklässlerin Daria Körner (rechts, knieend) zeigt zusammen mit ihrer gleichaltrigen Mitschülerin Laura Liebig (links) im Beisein von Markus Schiffer, Fachbereichsleiter Erste Hilfe beim DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim, den Jugendlichen der siebten Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert und was es im Notfall als Ersthelfer zu tun gibt.
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Die 15-jährige Zehntklässlerin Daria Körner (rechts, knieend) zeigt zusammen mit ihrer gleichaltrigen Mitschülerin Laura Liebig (links) im Beisein von Markus Schiffer, Fachbereichsleiter Erste Hilfe beim DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim, den Jugendlichen der siebten Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung funktioniert und was es im Notfall als Ersthelfer zu tun gibt.

Die Siebtklässler des Göttinger Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) haben jetzt ein Notfall-Training absolviert und die Wiederbelebung geübt.

Göttingen – Das Training war Teil des jährlichen Mobilitätstages. Ältere Schüler, die zusätzlich als Sanitäter an dem Gymnasium aktiv sind, zeigten den jüngeren Mitschülern, was bei einem Notfall zu tun ist – sogar die Herz-Lungen-Wiederbelebung wurde von allen an Übungspuppen ausprobiert. Mit dabei waren Fachleute des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Berufsfeuerwehr Göttingen.

Bei dem Training ging es auch um folgende Fragen: Wie spreche ich eine hilfsbedürftige Person richtig an? Wie wird ein Notruf abgesetzt? Und was gibt es bei einer Wiederbelebung zu tun?

„Wir wollen die Zivilcourage an unserer Schule steigern, Berührungsgrenzen abbauen und Sicherheit vermitteln. Je häufiger eine Herz-Lungen-Wiederbelebung trainiert wird, umso selbstverständlicher wird das für die Schülerinnen und Schüler“, so Agnes Bleile als verantwortliche Lehrerin.

Und auch bei den Jugendlichen kam das Notfall-Training gut an. „Es ist gut, sowas zu können, falls mal etwas passiert“, ist sich Torben Langer (13) sicher. Sophie Binfet (12) durfte vor der ganzen Gruppe den Notfall absetzen und unter Anleitung der Leitstelle den Anweisungen des Fachpersonals folgen. Mit gezielten Fragen navigierte die Leitstelle Binfet durch die simulierte Notsituation als Ersthelferin.

Binfet: „Ich bin froh, dass ich jetzt für den Echtfall vorbereitet wäre.“ Das Rote Kreuz stellte die Ausrüstung – wie beispielsweise die Übungspuppen – zur Verfügung. Und die Berufsfeuerwehr brachte weitere Puppen für einen Wiederbelebungs-Wettstreit mit, bei denen jeweils vier Jugendliche gegeneinander antreten konnten.

Auch für das DRK und die Berufsfeuerwehr war das Notfall-Training mit den Jugendlichen des OHG eine Bereicherung. „Gern beteiligen wir uns an solchen Aktivitäten. Denn frühzeitig fundiertes Erste-Hilfe-Wissen zu vermitteln, hilft im Notfall Menschenleben zu retten“, sagt Markus Schiffer, Fachbereichsleiter Erste Hilfe beim DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim.

Aber auch Martin Lier, stellvertretender Leiter des Rettungsdienstes für Stadt und Landkreis Göttingen sowie Oberarzt an der Universitätsmedizin Göttingen, betonte: „Es ist sehr gut, wenn es einen Ort gibt, wo alle Menschen die Reanimation lernen. Ein solches Schulprojekt ist ideal dafür. Jährliche Wiederholungen des Notfall-Trainings auch für andere Schuljahrgänge sind durch das OHG bereits in Planung. (Bernd Schlegel)

Mitglieder des Schulsanitätsdienstes wurden zu Lehrern beim Thema Erste Hilfe

Die Anleitung der Mitschüler haben auf Initiative von Lehrerin Agnes Bleile, die Erste-Hilfe-Ausbilderin beim DRK ist und am Otto-Hahn-Gymnasium unter anderem den Schulsanitätsdienst (SSD) betreut, die Mitglieder dieser Arbeitsgemeinschaft übernommen.

Schon als Fünftklässlerin war Laura Liebig (15) vom Schulsanitätsdienst am OHG begeistert – heute machen sie und ihre Mitschülerin Daria Körner (15) selbst mit. Ab Klasse acht können sich die Jugendlichen am OHG für die Arbeitsgemeinschaft entscheiden. Mit Unterstützung des DRK-Kreisverbandes Göttingen-Northeim treffen sich di 25 aktiven Schulsanitäter alle zwei Wochen, um Wissen auszutauschen und Erste-Hilfe-Maßnahmen zu trainieren. Zudem übernehmen sie Tag für Tag an ihrer Schule einen Sanitätsdienst, per Not-Handy werden sie dann hinzugeholt, wenn sich ein Mitschüler verletzt hat. „Vom Pflasteraufkleben bis hin zur Alarmierung des Rettungswagens ist alles an Hilfeleistungen dabei“, fasst Aristid Paulisch (17) zusammen.

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