Ideencampus Südniedersachsen

Schüler entwickeln Projekte beim Ideencampus Südniedersachsen

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Sie hatten den weitesten Anreiseweg: (von links) Michelle Bereznoj, Annelie Ahäuser, Amelie Petzold, Felicia Pernath vom Werner-von-Siemens-Gymnasium in Bad Harzburg stellten ihr Projekt „Trekking Fox“ vor.

Schüler des Max-Planck-Gymnasiums und des Otto-Hahn-Gymnasiums in Göttingen teilen sich mit ihren Projekten den ersten Platz beim Ideencampus Südniedersachsen.

Pappbecher mit integrierten Pflanzensamen, Papier aus Bambus und Zuckerrohr, Pakete mit Grundausrüstung für Abenteuer in der Wildnis – das sind nur drei von 16 Vorschlägen beim Ideencampus Südniedersachsen. Bei der zweitägigen Veranstaltung entwickelten Schüler aus Göttingen und der Region Konzepte für Projektideen im unternehmerischen, ökologischen und sozialen Bereich.

Ermöglicht wurde der Ideencampus vom Zentrum für Entrepreneurship (ZE) der PFH Göttingen. Gründungsexperten der Hochschule und Referenten aus der Praxis unterstützen sie dabei, ihre Vorschläge in tragfähige Konzepte umzusetzen. Zur dreiköpfigen Jury gehörten: PFH-Professor Bernhard H. Vollmar, der Herausgeber des Magazins „faktor“, Marco Böhme, und Jan Engelhardt, Gründer und einer der Gewinner des Ideencampus 2015.

Jury-Mitglied Marco Böhme im Gespräch mit zwei Schülerinnen. In seinem Vortrag: „Traumjob Unternehmer – lebe Deinen Traum!“ gab der Herausgeber und Gründer des Göttinger-Magazins „faktor“ einen Einblick in das Leben eines Unternehmers.

Mit „onlocal“ haben drei Schüler des Göttinger Max-Planck-Gymnasiums eine Onlineplattform entwickelt, die lokale Einzelhändler bündelt und überdies noch Wert auf eine umweltfreundliche Auslieferung der Waren legt. Die Bestellungen werden mit Fahrrädern zu den Kunden gebracht.

Ihre Pläne stellen Tom Grischke, Iwan Krivov und Theo Kramer selbstbewusst vor. Sie sind überzeugt: Ihre Idee wird Amazon Konkurrenz machen. Die begeisterte Jury belohnt die Schüler mit einem ersten Platz.

Die beiden erstplatzierten Teams: „onlocal“ vom Max-Planck-Gymnasium (von links Tom Grischke, Iwan Krivov und Theo Kramer) und „Cool Packs“ (von links Jana Seifried, Janna Kikos, Anna Frost und Hedi Marienhagen) vom Otto-Hahn-Gymnasium. Foto: Christina Zapf

OHG-Schüler entwickeln Kühlpacks mit Latex-Hülle

Jana Seifried, Janna Kikos, Anna Frost, Hedi Marienhagen vom Otto-Hahn-Gymnasium sind die jüngsten Teilnehmer. Ihre Idee überzeugte die Jury dennoch. Mit „Cool Packs“ belegten sie ebenfalls einen ersten Platz. Die Hülle ihrer Kühlpacks besteht aus nachhaltigem Latex (gummiartiger Stoff im Milchsaft von Kautschukpflanzen). Gefüllt sind die „Cool Packs“ mit Amaranthkörnchen. Das nachwachsende Getreide könne die im Kühlschrank aufgenommene Kälte lange speichern.

Den zweiten Platz teilten sich Teams von der BBS Alfeld und der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen. Sie hatten Trinkflaschen im Modulsystem und eine Plattform für soziale Schülerprojekte entwickelt.

Ausrüstungspakete für Outdoor-Abenteuer

Mit „Trekking Fox“ möchten Michelle Bereznoj, Annelie Ahäuser, Amelie Petzold und Felicia Pernath vom Werner-von-Siemens-Gymnasium in Bad Harzburg Abenteurern die Basiausrüstung für einen Ausflug in die Natur verkaufen. Erhältlich sind die fertigen oder individuell zusammenstellbaren Pakete in einem Onlineshop.

Darin enthalten sind unter anderem ein Survival-Armband und ein Handbuch mit praktischen Tipps. Mit dieser Projektidee belegten die Zehntklässlerinnen den dritten Platz beim Ideencampus der PFH.

Doch auch andere Gruppen bewiesen mit einem politischen Spiel als Alternative zum Wahl-O-Mat, veganen Lunchpaketen und kompostierbaren Verpackungen wie grenzenlos die Welt der Ideen ist.

Schüler erhalten Crowdfunding-Gutscheine

51 Schüler von neun Schulen beteiligten sich am Ideencampus: BBS I Arnoldi, Max-Planck-Gymnasium, Otto-Hahn-Gymnasium, Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, BBS Alfeld, BBS I Northeim, BBS Einbeck, Georg-von-Langen-Schule Holzminden, Werner-von-Siemens-Gymnasium Bad Harzburg. In 16 Gruppen setzen sie ihre Ideen in möglichst realitätstaugliche Vorhaben um.

Die Erstplatzierten erhielten einen Crowdfunding-Gutschein über 250 Euro. Die Zweitplatzierten bekamen einen Gutschein für 150 Euro, die Drittplatzierten im Wert von 100 Euro als Startkapital für eine mögliche spätere Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung ihrer Projekte. Die übrigen Teilnehmer wurden mit einem Gutschein über 25 Euro belohnt.

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