Gymnasiasten absolvieren Wissenschafts-Camps

Schüler forschen am Puls der Wissenschaft

Eine Forscher-Woche im Xlab: Ornela Merkohitaj (links) und Gresa Ranxha, die aus Albanien stammen und Medizin studieren wollen, bei einer Untersuchung am Mikroskop. Foto: bsc

Göttingen. Normalerweise ist in diesen Tagen Ferien: Das gilt nicht für mehr als ein Dutzend Schüler aus dem In- und Ausland, die zurzeit Wissenschafts-Camps am Göttinger X-Lab absolvieren.

Dabei lernen die Oberstufen-Gymnasiasten zum Beispiel, wie das STED-Mikroskop funktioniert, für dessen Entwicklung der Göttinger Professor Stefan Hell im vergangenen Jahr den Nobelpreis für Chemie erhalten hat.

Während Aktionstage zu den Themen Physik in den Biowissenschaften, Chemie und Neurobiologie im X-Lab, dem Göttinger Experimentallabor für junge Leute, sind die Schüler eine Woche lang täglich von 9 bis 17 Uhr gefordert. Für die Teilnahme mussten sie sich aufwändig mit Motivationsschreiben, Lebenslauf, dem letzten Zeugnis und einem Empfehlungsschreiben ihres Fachlehrers bewerben.

Erfahrene Dozenten aus der Wissenschaft leiten die Schüler an und versuchen gemeinsam mit den jungen Leute, die Fragestellungen durch anspruchsvolle Experimente zu beantworten. Technische Assistenten unterstützen die Nachwuchsforscher in den Laboren.

Ein Teilnehmer aus Hessen (17) berichtet: „Ich finde es super, dass wir hier vor allem praktisch arbeiten können. Die Ausstattung ist toll und die Experimente sind spannend. Mein Bruder hat vor zwei Jahren an einem Camp im X-Lab teilgenommen und ist begeistert zurückgekehrt. Da ich Medizin studieren möchte und das Thema Neurobiologie sehr interessant finde, habe ich mich für das Camp beworben.“

Abends treffen die Teilnehmer auf Studienbotschafter der Universität. Diese jungen Studierenden sind in den ersten Semestern ihres Bachelorstudiums und beantworten fachliche und organisatorische Fragen rund um das Studium. Für viele Teilnehmer sind die im X-Lab gesammelten Erfahrungen richtungsweisend für die Studienwahl.

Die Realisierung der Camps wurde unter anderem durch die Förderung der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, durch einen Exzellenzcluster und einen Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft, durch den Fonds der Chemischen Industrie, sowie durch die Gesellschaft Deutscher Chemiker ermöglicht.

Im Sommer plant das X-Lab zwei internationale Camps für Jugendliche. Deutschsprachige Angebote dieser Art gibt es wieder in den Herbstferien.

Kontakt: X-Lab, Göttinger Experimentallabor für junge Leute, Justus-von-Liebig-Weg 8, 37077 Göttingen, Tel. 0551/39-12872, E-Mail: xlab@xlab-goettingen.de

www.xlab-goettingen.de

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