Projekt des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Schüler gestalteten Gedenktafel für Kriegsopfer auf Stadtfriedhof

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Enthüllung der Gedenktafel für die beiden Weltkriege auf dem Göttinger Stadtfriedhof: Sie war von Jugendlichen der Geschwister-Scholl-Schule gestaltet worden. 

Göttingen. Das ist eine Premiere: Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule haben erstmals in Göttingen eine Erinnerungstafel gestaltet, mit der sie über die rund 1700 Opfer der beiden Weltkriege informieren, die auf dem Stadtfriedhof an der Kasseler Landstraße bestattet sind.

Die Schülerinnen und Schüler erstellten die Texte für die Tafel unter der Anleitung ihres Geschichtslehrers Andreas Laubinger im Rahmen eines Projektes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Stadt Göttingen.

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler nannte das Ergebnis bei der offiziellen Enthüllung der Tafel eine „bahnbrechende Arbeit“ und „tolle Idee“. Der Vorsitzende des Bezirksverbandes Braunschweig des Volksbundes, Walter-Johannes Hermann, sagte, bei der Tafel handele es sich um die 23. dieser Art im Bezirk Braunschweig.

Klassensprecher Carolin Lachmann sagte, die Schülerinnen und Schüler wollten die Geschichten hinter den Kreuzen erzählen. Dazu recherchierten die Jugendlichen unter anderem auch im Göttinger Stadtarchiv. Die Tafel steht am Gräberfeld 46. Von den dort bestatteten Menschen waren rund die Hälfte deutsche Soldaten. „Bemerkenswert“ seien „die Bestattungen von überwiegend sowjetrussischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern“. Aber auch Menschen beispielsweise aus Indien und Afghanistan haben dort ihre letzte Ruhestätte gefunden.

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