Nachhaltig zertifiziert

Schüler des Göttinger Otto-Hahn-Gymnasiums stellen eigene Textilien her

+
Siebdruckkünstlerin Anneke Neumann (vorne links) und Musa-Sprecherin Gabi Radinger (hinten links) mit Mitgliedern der OHG-Schülerfirma bei der Präsentation der neuen Schulkollektion.

Göttingen – Die Schülerfirma des Göttinger Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) hat im Rahmen des Projektes „Schule:Kultur“ eine eigene Schulkollektion entworfen. Jetzt wurde diese Kollektion erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

„Wir kaufen nachhaltig zertifizierte T-Shirts und Taschen und bedrucken diese mit eigenen Designs“, sagt Schülerfirma-Sprecher Aristid Paulisch. Hilfe bekommen die 23 Schülerinnen und Schüler dabei von Siebdruck-Künstlerin Anneke Neumann. Sie leitet das „Atelier No.9“ im Kultur- und Veranstaltungszentrum Musa, dem Kulturpartner des OHG.

Als Druckmotive für ihre Schulkollektion haben sich die Neunt- und Zehntklässler etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie zeigen die Formeln für das Glückshormon Serotonin, für Schokolade und für Koffein, einen Fingerabdruck mit der Welt darin oder das menschliche Herz. „Unsere Produkte sind absolut limitiert und jedes Teil quasi ein Einzelstück“, sagt Aristid Paulisch.

Verkauft werden sollen sie an ausgewählten Terminen – zum Beispiel am „Fairen Stand der Göttinger Schulen“ auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt oder beim Schulbasar des OHG.

Mit einem heißen Bügeleisen machen Felix Groneberg (links) und Bennet Gaißmaier den frischen Aufdruck waschfest.

„In einer Schülerfirma lernt man wirtschaftliches Handeln und Denken von der Planung bis zur Umsetzung“, sagt OHG-Schulleiterin Rita Engels. Wie gut die Neunt- und Zehntklässler dies bereits beherrschen, lasse sich bei dieser Schülerkolletion deutlich erkennen.

„Das ist gleichzeitig aber auch ein besonders kreatives Projekt und ich freue mich, dass so tolle Produkte dabei herausgekommen sind“, lobt Engels.

„Nach einem Graffiti-Projekt ist dies für uns bereits der zweite Teil des vom Land Niedersachsen, dem Verein Kunst und der Stiftung Mercator finanzierten Förderprogramms Schule:Kultur“, lobt Gabi Radinger vom Kultur- und Veranstaltungszentrum Musa „die tolle Kooperation“ mit dem OHG. Sie freue sich, dass das Atelier No. 9 jetzt so oft „voll mit Jugendlichen“ sei. „Das ist einfach super für die Musa“, so Radinger.

Hintergrund: Die Schülerfirma des OHG

Die Schülerfirma (Sfirma) des OHG wurde vor sechs Jahren gegründet. Ziel ist es, die wirtschaftliche Kompetenz als zentralen Bestandteil der Allgemeinbildung von Schülern zu stärken. Gearbeitet wird dabei nicht nur praxisnah, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Um auf Netzwerke zugreifen zu können, professionelle Unterstützung vor allem im Bereich Buchführung zu bekommen und die Realität der Firma so gut es geht abzubilden, ist für das kommende Jahr ein Eintrag in das Schülerfirma-Genossenschaftsregister geplant.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.