4,5 Millionen Euro Investitionssumme

Schülerlabor XLAB: Bunter Zylinder wird zum Gästehaus

+
Neubau im Göttinger Norden: So soll das künftige Gästehaus des Schülerlabors XLAB aussehen.

Göttingen. Das neue Jugendgästehaus und Begegnungszentrum des größten Schülerlabors Deutschlands, des sogenannten XLABs, wird in Form eines farbigen, fünfgeschossigen Zylinders auf dem Gelände eines leer stehenden Schützenhauses im Göttinger Norden entstehen.

Der mit etwa 4,5 Millionen Euro veranschlagte Neubau soll im Herbst 2019 fertiggestellt sein, kündigte XLAB-Chefin Prof. Dr. Eva-Maria Neher bei der Vorstellung des Projekts an.

Das Gästehaus, für das das alte Schützenhaus an der Stumpfen Eiche weichen soll, wird nach Angaben des Architekten Michael Wilkins vom Stuttgarter Büro Kreuger Wilkins rund 500 Quadratmeter Grundfläche aufweisen und 2500 Quadratmeter Geschossfläche bieten. Das entspricht etwa dem Drittel eines Fußballfeldes. Außerdem wird sich das Gebäude mit seiner Höhe von rund zwölf Meter der umliegenden Bebauung anpassen.

In dem Zylinder können 80 Schüler beziehungsweise Studenten mit ihren Betreuern in Drei- und Vier-Bettzimmern mit jeweils eigenem Bad untergebracht werden. Darüber hinaus gibt es Begegnungs- und Tagungsräume mit den entsprechenden Versorgungseinrichtungen für die Mahlzeiten.

Das Stuttgarter Büro hatte sich mit seinem Entwurf gegenüber drei Wettbewerbern durchgesetzt. Ausschlaggebend waren die Gestaltung und die Wirtschaftlichkeit, die mit ihm verbunden sind, sagt Eva-Maria Neher.

Unterstützt wird das Vorhaben mit einer Million Euro vom Land Niedersachsen und mit zwei Millionen Euro vom Bund. Die restlichen 1,5 Millionen Euro werden aus Mitteln der Stiftung bereitgestellt, die das XLAB betreibt, und von Sponsoren. „Wir können noch Unterstützung brauchen“, sagte das Mitglied des Stiftungsvorstandes, Prof. Dr. Axel Zeeck.

Bei der Vorstellung des Gästehaus-Projektes: (von links) Projektleiter Stefan Heise, Matthias Brede von der X-Lab Stiftung, Bundestagsabgeordneter Thomas Oppermann, Architekt Michael Wilkins, XLAB-Chefin Prof. Dr. Eva-Maria Neher, Prof. Dr. Axel Zeeck und Rainer Bolli, Chef des Uni-Gebäudemanagements. 

Für die Unterstützung von Land und Bund hatte sich besonders der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Thomas Oppermann (Göttingen), eingesetzt. Er lobte das Projekt: „Es ist das perfekte Wissenschafts- und Studentenmarketing für Göttingen und unschätzbar wertvoll für die Zukunft der Uni.“

Jährlich 12.000 Nutzer

XLAB-Chefin Neher betonte, dass das nur 400 Meter Luftlinie vom Labor entfernte Begegnungszentrum wichtig für die Kommunikation der Labornutzer sei: zum Austausch und zum Gespräch. Bislang sind die jährlich rund 12.000 Nutzer des Labors bei mehrtägigen Aufenthalten an unterschiedlichen Orten in der Uni-Stadt untergebracht.

Der Leiter des Uni-Baumanagements, Rainer Bolli, lobte, dass die Planungen des Gästehauses die Topografie des Geländes aufnehmen. Seine Abteilung wird die Bauleitung übernehmen. Projektleiter ist Stefan Heise. Wegen der öffentlichen Zuschüsse ist zudem die Max-Planck-Gesellschaft mit im Boot. 

Kontakt: XLAB – Göttinger Experimentallabor für junge Leute, Justus-von-Liebig-Weg 8, 37077 Göttingen, Tel. 0551/ 39-12872, E-Mail: xlab@xlab-goettingen.de

www.xlab-goettingen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.