Wettbewerb Gute Seiten, schlechte Seiten

Schülerlesetage: Buch mit 180 Autoren

Schülerlesetage Göttingen: von links die beiden THG-Schülerinnen Raphaela Alt-Epping und Elisa Hennigs, die Malerin Lia Eastwood. Foto: Kopietz

Göttingen. Gute Seiten, schlechte Seiten – diesen Titel trugen die Schülerlesetage in Göttingen, die am Sonntag nach sieben Tagen zu Ende gingen.

Gute Seiten, schlechte Seiten, so heißt auch ein Buch, das am Freitag bei einer Party und Preisverleihung im Goethe-Institut vorgestellt wurde.

Mehr als 170 Kinder- und Jugendliche hatten eine Kurzgeschichte zum Wettbewerb eingereicht, und alle finden sich in dem Buch wieder, das die Litfin-Stiftung möglich gemacht hat: „Gute Seiten, schlechte Seiten“ ist der Titel des 400-Seiten-Werkes. Erste Exemplare wurden am Freitagabend im picke-packe-vollen Saal des Fridjof-Nansen-Hauses, vorgestellt, an die Autoren verteilt und verkauft.

Im Goethe-Institut warteten die Nachwuchsschreiber und -schreiberinnen, Eltern, Verwandte und Freunde aber auch gespannt auf die Preisverteilung. Denn in drei Altersgruppen wurden je drei besonders gelungene Storys zum Thema „Gute Seiten, schlechte Seiten“ prämiert. Und wie bei großen Preisverleihungen gab es auch Laudatoren und eine Würdigung für jeden Gewinner.

Die Reden waren kurz und prägnant, wie von Julia Schomburg (Litfin Stiftung), oder ausführlicher. Professor Gilbert Heß (Y-Lab der Uni) lieferte für die Gewinnerin in der Gruppe der 11 bis 13-jährigen Autorinnen, Elisa Hennigs, eine mit Zitaten gespickte Laudatio. Und – wie bei großen Preisverleihungen im Fernsehen – flossen auch dabei vereinzelt Tränen: Schülerlesetage-Organisatorin Dr. Cornelie Hildebrandt bekam feuchte Augen bei den Zitaten aus der Geschichte „Der fressende Krebs“, die von einem todkranken Mädchen und davon handelt, dass in denkbar schlechten Zeiten positive Dinge passieren, ja wunderbare Freundschaften entstehen.

Der Publikumspreis-Wettbewerb, vergeben nach der Applaus-Lautstärke, hätte sogar drei Sieger verdient gehabt. Am Ende gewann Paula Rieckmann.

Der Poesiepreis ging an Rubens Draht für „Zwei Seiten des Lebens“.

Fazit: Dieses Buch hat – entgegen des Titels – keine schlechten Seiten. Das tolle Projekt wurde realisiert vom Göttinger Journalisten Ulrich Drees und so wunderbar wie liebevoll an den Geschichten orientiert gestaltet von Lia A. Eastwood.

Die Gewinner: 6 bis 10 Jahre: 1. Emmy Jordan „Die Welt ist verkehrt“, 2. Minoo Emylou Lina Strootmann „Freundschaft“, Pauline Flechtner „Der Krieg der Magie“.

11 bis 13 Jahre: 1. Elisa Hennnigs „Der fressende Krebs“, 2. Raphaela Alt-Epping „Gute Wünsche, schlechte Wünsche“, 3. Malin Wulf „Ein Pferd erzählt“.

14 bis 17 Jahre: 1. Jessica Angermann „Die perfekte Welt“, 2. Timmy Auerbach „Roter Schmetterling“, 3. Greta Schenk „Der Vorhang“.

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