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Schülerverkehr im Landkreis Göttingen: Entlastung durch Zusatz-Busse

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Von: Bernd Schlegel

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Regionalbus Braunschweig: Mehrere Buspaare sind entfallen.
Regionalbus Braunschweig: Mehrere Buspaare sind entfallen. Das sorgt für massive Probleme. Der Landkreis Göttingen will nun Abhilfe schaffen. (Symbolbild) © Archivfoto/Axel Gödecke

Im Schülerverkehr in der Gemeinde Gleichen gibt es massive Probleme. Der Landkreis Göttingen will zur Entlastung nun Zusatz-Busse einsetzen.

Göttingen/Gleichen – In der Gemeinde Gleichen gibt es seit dem Start des neuen Schuljahrs massive Probleme mit dem Schülerverkehr. Zusatz-Busse sollen ab Mitte dieser Woche kurzfristig Entlastung bringen. Das berichtet der Landkreis Göttingen.

Die mit dem Fahrplanwechsel weggefallenen beiden Frühfahrten der Linien 154 und 155 aus dem Gartetal und ab Nesselröden werden wieder bedient. Dazu werden sie mit 40 000 Euro vom Landkreis bezuschusst. Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Berufspendler werden rechtzeitig informiert, verspricht der Landkreis.

Die Linien werden von der Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB) eigenwirtschaftlich betrieben. Zu den Kürzungen im Fahrplanangebot kam es aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen seitens der RBB. „Unser Fehler war, dass wir uns auf die Expertise des Verkehrsunternehmens verlassen haben“, sagt Erste Kreisrätin Doreen Fragel.

„Die Aussage war, die Frühbusse würden nur wenig genutzt“, so Fragel. Tatsächlich sind aber die Berufspendler in solcher Zahl auf die Schulbusse umgestiegen, dass diese völlig überfüllt waren und zahlreiche Kinder an den Haltestellen zurückbleiben und letztlich die Eltern als Taxi einspringen mussten.

Eltern, die ihre Kinder während der letzten Tage auf eigene Rechnung in die Schule gebracht haben, haben einen Anspruch auf Erstattung der Kosten. Diese können formlos per E-Mail beantragt werden unter kreuzburg@landkreisgoettingen.de unter Nennung des Namens, der Adresse, der Schule und der gefahrenen Tage. Der ZVSN als Aufgabenträger wird die Situation selbstverständlich beobachten und gegebenenfalls weitere Anpassungen durchführen.

CDU-Kreistagsfraktion spricht von „unhaltbarer Situation“

Scharfe Kritik an der „unhaltbaren Situation“ übte die CDU-Kreistagsfraktion. Auch weitere Buslinien müssten entlastet werden. „Elterntaxis sind hier keine dauerhafte Lösung und nicht zumutbar, ganz zu schweigen von den hohen Klimazielen des Landkreises. Gleiches gilt für das Jugendticket, denn viele Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen haben bezahlt, ohne das Ticket erhalten zu haben. Stattdessen werden E-Mails versendet, die dann erst einmal als Übergangslösung und Ticket gelten sollen – doch auch die E-Mails haben nicht alle erhalten“, sagt Till Theele, der schulpolitische Sprecher der Göttinger CDU-Kreistagsfraktion . (Bernd Schlegel)

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