Göttinger Förderschule am Rohns

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ für Förderschule

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Schüler und Lehrer der Förderschule am Rohns freuten sich zusammen mit den beiden Patinnen Ute Haferburg (Zweite von links) und Maria Gerl-Plein (rechts) über die Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Die Göttinger Förderschule am Rohns wurde am Dienstag mit dem Prädikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet.

Göttingen – „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung“, betonte Schulleiterin Susan Fischer-Khonsari, nachdem Schüler die Gäste in zehn verschiedenen Sprachen begrüßt hatten. „Wie haben diesen Tag mit Spannung erwartet, weil wir jetzt Teil des großen Netzwerkes ‘Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ sind, dem in Niedersachsen schon mehr als 350 Schulen und in ganz Deutschland sogar mehr als 6000 angehören“, so Fischer-Khonsari. 

Dass die Förderschule überhaupt in diesen Reigen aufgenommen wurde, sei in erster Linie den Schülerinnen und Schülern zu verdanken. Voraussetzung dafür war ein Schülerprojekt zum Thema Rassismus und Courage, außerdem unterzeichneten nahezu alle Schüler, Lehrer und Angestellten eine Selbstverpflichtung. Darin heißt es unter anderem: „Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.“

„Diese Auszeichnung ist zwar kein Preis, aber ich empfinde sie trotzdem als Anerkennung“, meinte Susan Fischer-Khonsari. Claudia Dierkes-Hartwig vom niedersächsischen Kultusministerium, die Urkunde und Plakette überreichte, lobte die Förderschule am Rohns. „Wenn man hier den Fuß über die Schwelle setzt, merkt man sofort, dass hier ganz viele ganz warme Herzen schlagen.“ Sie dankte allen, die sich für dieses Projekt eingesetzt haben – vor allem den 48 Schülerinnen und Schülern der Förderschule. „Ihr seid ein Vorbild für andere Schüler“, sagte Dierkes-Hartwig.

„Wir alle sind dafür verantwortlich, dass Rassismus bei uns an der Schule keine Chance hat“, meinte zum Abschluss Bogdan Weber. „Hier soll sich jeder wohlfühlen und dazu müssen wir alle beitragen“, sagte der Schülersprecher unter dem zustimmenden Applaus aller Anwesenden.

VON PER SCHRÖTER

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