Beamte machten auf Sicherheitslücken aufmerksam

Schutz vor Einbrüchen: Göttinger freuen sich über Streifen der Polizei

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Präventionsstreife: Ewald Stitz (rechts) hat sein Haus mit einer Anlarmanlage gesichert. Er kam mit den Polizeiberatern Silvia Bernhard und Norbert Esemann ins Gespräch. 

Göttingen. Mit Erleichterung reagierten Einwohner mit Göttinger Stadtteil Weende auf Präventionsstreifen der Polizei.

Dabei machten die Beamten auf mögliche Sicherheitslücken an Häusern und Wohnungen aufmerksam.

Streife in Weende

„Ich finde es gut, dass sie das machen“, begrüßte Ewald Stitz den Präventionsberater der Göttinger Polizeiinspektion, Norbert Esemann, und seine Kollegin Silvia Bernhard. In leuchtend gelben Parkas mit der unübersehbaren Aufschrift Polizei gingen sie mit Kollegen des Einsatz- und Streifendienstes durch die Straßen in Weende, um Passanten, Wohnungsinhaber und Hauseigentümer direkt auf das Problem der Wohnungseinbrüche und Schutzmaßnahmen aufmerksam zu machen sowie um ihnen Info-Material zu überreichen.

Alarmanlage

Dem 74 Jahre alten Ewald Stitz ist das Thema bewusst. „Ich habe mir schon vor zehn Jahren eine Alarmanlage in mein Haus einbauen lassen“, erzählt er. Eine rote Signallichtanlage über dem Fenster neben seiner Haustür weist auf die Sicherung hin.

Kennzeichen notieren

Norbert Esemann bittet ihn, auf Menschen und Fahrzeuge zu achten, die nicht ins Viertel gehören und bei Verdachtsmomenten Kennzeichen zu notieren und zu melden. Der 74-Jährige begrüßt die Maßnahmen, merkt aber auch an, dass Polizei und Justiz Täter nach einer Festnahme „nicht so schnell auf freien Fuß“ setzen sollten.

Schlimme Erinnerungen

Maria Gries, die auf dem Nachhauseweg gerade aus dem Bus stieg, sagte zu Norbert Esemann und Silvia Bernhard, in ihr Haus sei vor 16 Jahren über die Terrassentür eingebrochen worden. Die Täter hätten das Haus von oben bis unten durchsucht, selbst den Kühlschrank hätten sie nicht ausgelassen. „Das wird man nicht wieder los“, sagt sie.

Absprachen mit Nachbarn

Dieter Hartig, frisch dazu gekommen, hat auf die Einbruchsgefahr unter anderem mit Nachbarschaftsabsprachen reagiert. Die Nachbarn achten beim jeweils anderen darauf, ob alles in Ordnung ist. „Ich gehe auch hin, wenn ich sehe, dass ein Rollladen morgens mal nicht hochgezogen sein sollte.“ Hartig begrüßt die Arbeit der Polizei und fragt, bevor er geht: „Wann kommen Sie wieder?“

Polizeipräsenz

Die Polizeipräsenz wird auch von Corinna Müschen gern gesehen. „Im Vorjahr gab es hier Einbrüche.“ Sie sagt ganz offen: „Wenn es dunkel wird, bin ich gerne zu Hause.“

Schnelle Einbrüche

Nach den Worten von Norbert Esemann werden rund 40 Prozent der Einbrüche am Tag verübt. Die Täter ließen sich in der Regel allenfalls fünf Minuten Zeit, um in eine Wohnung oder ein Haus zu gelangen. Er sagt deshalb: „Mit Sicherungsmaßnahmen muss man Einbrüche so schwer wie möglich machen.“

Bessere Sicherung

Als die Rosdorferin Lara Albrecht, die mit ihren zwei Kindern zu Besuch in Weende war, dies von den Beamten hörte, sagt sie: „Das ist ja gut. Wir haben heute Morgen gerade darüber gesprochen, wie wir unser Haus besser sichern können.“ 

Abendveranstaltungen der Polizei

Konkrete Tipps zum Thema Einbruchschutz gibt es bei Abendveranstaltungen der Göttinger Polizei.

Diese finden jeden ersten Mittwoch im Monat, also am 4. Januar, 1. Februar, 1. März, 5. April., 3. Mai und 7. Juni, jeweils zwischen 18 und 20 Uhr im Polizeigebäude in der Otto-Hahn-Straße 2 in Göttingen statt. Anmeldung sind unter Tel. 0551/409-2306 möglich. Eine Telefonsprechstunde bietet die Göttinger Polizei jeden Mittwoch zwischen 15 und 16 Uhr unter der Rufnummer 0551/491-2007 an. Weitere Infos zum Einbruchschutz gibt es im Internet. 

www.polizei-beratung.de

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