"Amateure spielen Theater" im Jungen Theater Göttingen

Kulturpreis des Landkreises: Sechs Theatergruppen ausgezeichnet

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Eindrucksvoller Auftritt bei der Verleihung des Kulturpreises Landkreis Göttingen: JT-Ausreißerclub mit der Inszenierung „Von Träumen und Ängsten“.

Göttingen. Die Verantwortlichen und Beteiligten von sechs Theatergruppen aus der Region freuen sich über Auszeichnungen: Sie erhielten am Sonntag in einem fast voll besetzten Jungen Theater in Göttingen den Kulturpreis des Landkreises.

Der wird seit 32 Jahren alle zwei Jahre verliehen und ist mit 5100 Euro dotiert. Dabei steht jeweils eine andere Kultursparte im Fokus – diesmal das Theater, die darstellende Kunst unter dem Motto „Amateure spielen Theater“.

Die Jury unter dem Vorsitz von Reinhild Otterbein und mit Sonja Bachmann (Deutsches Theater), Nico Dietrich (Junges Theater) und Barbara Korte (Theater im OP) besetzt, hatte eine schwierige Aufgabe zu bewältigen, musste aus 27 Bewerbern die Preisträger ermitteln und veränderte kurzerhand die Kriterien, weil es so viele tolle Bewerber gab, wie Otterbein sagt. „Wir haben diesmal nur erste Plätze vergeben.“

Kindertheater: „Theater-Schurkis“ des Paritätischen Kindergartens Göttingen-Grone mit „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Projekt des Deutschen Theaters (DT) mit der Brüder-Grimm-Schule „Verstehen, nicht verstehen“ – ein Stück über den Umgang von Menschen miteinander mit Tanz und Videoeinspielungen. Beide Gruppen erhielten 500 Euro Preisgeld.

Erwachsenentheater: Die Gruppe „Landolfshausen macht Theater“ zeigte mit „Wenn der Hahn kräht“ die Geschehnisse in einem Ort nach einer durchzechten Nacht. Der inklusive „Spielkreis Theater“ der Ev.ref. Gemeinde Göttingen zeigt das weltbekannte Ende-Stück „Momo“. Preisgeld: jeweils 1250 Euro.

Alles Sieger: Die Akteure der Theatergruppen, Juroren und Reinhild Otterbein (Mitte, oben) vom Landkreis bei der Verleihung des Kulturpreises im Jungen Theater.

Jugendtheater: Der „Ausreißerclub“ des Jungen Theaters beschäftigte sich mit dem Stück „Von Träumen und anderen Ängsten“ auch mit dem Erwartungsdruck, der auf Jugendlichen heute lastet. Der Kurs „Darstellendes Spiel des Theodor-Heuss-Gymnasiums“ unter Leitung von Claus Schlegel zeigte eine Adaption und Interpretation des Büchner-Stückes „Leonce und Lena“. Beide Gruppen freuten sich über 800 Euro.

Landrat Bernhard Reuter betonte bei der Verleihung, dass die Preisauslobung für den dauerhaften Wille stünde, Impulse für das kulturelle Leben im Landkreis zu setzen, damit auch Akteure und Talente zu ermutigen und zu fördern.

Der Landrat will sich dafür einsetzen, dass der Kulturpreis auch im neuen Landkreis bestehen bleibt. Sein Dank galt aber auch den Unterstützern, wie den Vertretern der Sparkassen Duderstadt, Münden und Göttingen.

Besonders engagiert hat sich in diesem Jahr das Junge Theater um Intendant Nico Dietrich. „Sie haben zwei Tage ehrenamtlich für die Veranstaltung geschuftet“, sagt Reinhild Otterbein, die begeistert über die Vielfalt und die Qualität der Gruppen war, die im Jungen Theater Ausschnitte ihrer Stücke zeigten. „Es war die schönste Preisverleihung seit langem.“

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