Baustart für längsten Entwässerungskanal-Abschnitt des Göttinger Klinikums

Sekt für Bohrkopf „Veronika“

In Deckung: Während Flaschenscherben flogen und Sektspritze, drehte sich Taufpatin Veronika Frels blitzschnell weg. Auch die beiden anderen Bohrkopf-Taufpatinnen, Petra Burghardt-Tonkowski und Gänseliesel Alena Koch, kniffen die Augen zu. Foto: Papenheim

Göttingen. Startschuss für den Bau des längsten Entwässerungskanals für das Klinikum: Mit einer Flasche Sekt taufte Veronika Frels, Vorsitzende des Vereins für das Palliativzentrum der Universitätsmedizin am Freitag den Bohrkopf auf den Namen „Veronika“.

Um sich vor den Scherben der am Bohrkopf zerschellenden Flasche und dem meterweit spritzenden Schaumwein zu schützen, musste sich die Tunnelpatin blitzschnell zur Seite drehen. Auch die Patinnen der beiden anderen Tunnelabschnitte, Gänseliesel Alena Koch und die Ehefrau des Novelis-Geschäftsführers, Petra Burghardt-Tonkowski, gingen in Deckung.

Der 15 Meter lange und 170 Tonnen schwere Bohrkopf mit einem Durchmesser von 2,40 Metern wird vom Versorgungsgebäude des Klinikums über 650 Meter bis zum Bauschacht Grüner Weg gepresst. Pro Tag schafft die Maschine im Microtunneling-Verfahren etwa zwölf Meter Strecke in 13 Metern Tiefe. Die Kosten von zwölf Millionen Euro für den Entwässerungskanal trägt die UMG.

Vom Grünen Weg wird im dritten Abschnitt ein 380 Meter langer Tunnel mit einem Durchmesser von 2,20 Meter zum Güterverkehrszentrum gebaut, wo das Regenwasser in die Lutter eingeleitet wird. Der 200 Meter lange erste Tunnel vom Bettenhaus 1 zum Versorgungsgebäude des Klinikums ist bereits fertig.

Der Bau des neuen Regenwasserkanals im freien Gefälle macht ein Pumpwerk überflüssig, dessen Ausfall im Sommer 2013 fast das Bettenhaus 1 mit seinen Intensivstationen lahm gelegt hätte. (p)

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