Semesterstart und Winter

Parkplatzmangel am Göttinger Klinikum verschärft sich

Keine Seltenheit am Uni-Klinikum: Die Mitarbeiter-Parkplatz-Ampel zeigt rot: alles voll. Es gibt zu wenig Parkplätze. Foto: Kopietz

Göttingen. Der Semesterstart und der Winter stehen bevor. Mehr Menschen werden wieder in ihre Autos steigen, um von A nach B zu kommen – auch in Göttingen.

Für die Universitätsmedizin (UMG) verstärkt sich so ein Problem: der Parkplatzmangel rund um das Klinikum.

Die Situation: Tagsüber ist es zeitweise, vor allem zwischen 8 und 10 Uhr, unmöglich für Mitarbeiter, Besucher und Patienten einen Parkplatz am Uni-Klinikum zu bekommen. Vor den Einfahrten, vor allem im Ost-Bereich, stauen sich die Fahrzeuge in Kolonnen auf den Straßen und Zufahrten. „Die Situation für Mitarbeiter ist unerfreulich und für Patienten immer wieder belastend: Mitarbeiter wollen pünktlich zum Dienstbeginn, Patienten zur Untersuchung/Behandlung da sein“, sagt UMG-Pressesprecher Stefan Weller.

Die Gründe: Die Konzeption, also auch die Anzahl der vorhandenen Parkplätze, stammt aus den 1970er-Jahren, als das Uni-Klinikum neu gebaut wurde. Die Patienten/Besucher kommen heute oft von weit her, die meisten von ihnen mit dem Auto. „Heute ist die Zahl zu knapp bemessen“, bilanziert Stefan Weller. Das wirkt sich natürlich aus und sei aus Sicht der UMG „grundsätzlich inakzeptabel“.

Zahl der Parkplätze: Für Besucher und Patienten gibt es 560 kostenpflichtige Parkplätze am West- und Osteingang. Täglich werden die Parkplätze von etwa 1500 Autofahrern benutzt. Zu Stoßzeiten geht oft nichts. Für die mehr als 7000 Mitarbeiter gibt es 1740 Parkplätze. Die UMG bewirtschaftet neuen Parkflächen um das zentrale Klinik-Gebäude.

Die Preise: Die halbe Stunde auf den Besucherparkplätzen kostet 50 Cent. Wer in 20 Minuten wieder weg ist, zahlt nichts. Tagesticket: 8 Euro, Wochenticket: 28 Euro, Monatsticket: 50 Euro. Es gibt Härtefallregelungen. Die Gebühren liegen laut UMG „weit unter den städtischen Parktarifen“. An den umliegenden Straßen in der Nordstadt zahlt man je Stunde von acht bis 19 Uhr 70 Cent. Das Tagesticket kostet vier Euro. Die Parkflächen, so in der Zimmermannstraße werden aber oft nicht angenommen, wie die Recherche ergab. Mitarbeiter zahlen via Park-Card pro Tag maximal 45 Cent und zeitabhängig weniger.

Was tut die UMG? Im „Porscheweg“ am Heizwerk gibt es seit Jahresbeginn einen neuen Mitarbeiter-Parkplatz mit kostenlosen 80 Plätzen. Im Albrecht-Thaer-Weg sind 140 Plätze dazugekommen. Das Institut für Sportwissenschaften am Prangerweg lädt ein, dort von 7 bis 12 Uhr auf etwas 100 Plätzen zu parken. Fußweg bis zum Klinikum: maximal 15 Minuten. Aber: Das ist keine echte Alternative. UMG-Beschäftigte können auch in der Tiefgarage Zimmermannstraße 7 bis 11 von „D&T-Immobilien“ 40 Stellplätze anmieten, jeweils für einen Monat.

Kommt ein Neubau? Der Golf-Übungsplatz östlich des Klinikums soll in eine provisorische Parkfläche umgewandelt werden. Die Baugenehmigung der Stadt liegt vor. 2016 wird gebaut. Das wäre eine deutliche Entlastung.

Mitarbeiter-Initiative: Die hatte zusammen mit Uni-Verwaltung die Stadt zu einer Änderung der öffentlichen Parkraumbewirtschaftung bewegen können: Die Parkhöchstdauer wurde von vier Stunden erhöht bzw. aufgehoben, so in der Zimmermannstraße, „Am Papenberg“ und im Waldweg.

Alternativen zum Auto:  Die UMG-Verwaltung empfiehlt Mitarbeitern über interne Informationswege das Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel. Es gibt auch das günstige Job-Ticket, die Anmeldung dafür läuft noch. Im Intranet der UMG gibt es auch eine Mitfahr-Börse. Mit der Stadt arbeitet die UMG-Verwaltung an einem Pendlerportal. Die UMG erweitert jährlich die Stellflächen für Fahrräder.

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