Senioren und Chinesen im Visier der Täter

Warnung der Polizei Göttingen: Trick-Betrüger sind zurzeit wieder besonders aktiv

Foto eines Mannes jüngeren bis mittleren Alters in weißer Uniform, der an einem Schreibtisch sitzt.
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Marko Otte, Polizeihauptkommissar.

Trickbetrüger sind in Stadt und Landkreis Göttingen zurzeit besonders aktiv. Darauf weist das Präventionsteam der Polizei hin. Die Professionalität der Täter wird oft unterschätzt.

Göttingen – Die Tricks reichen vom bekannten Enkeltrick, bei dem es um vermeintliche günstige Gelegenheiten geht und schnell nur kurzfristig Geld benötigt wird, über falsche Polizeibeamte, bei denen häufig von Einbrüchen in der Nachbarschaft oder korrupten Bankangestellten erzählt wird, um Geld angeblich in sichere Verwahrung zu nehmen.

Nicht nur Senioren sind seit jüngster Zeit im Visier

Besonders perfide ist die Vorgehensweise bei Schockanrufen, bei denen angebliche Angehörige schwere Verkehrsunfälle verursacht hätten und dringend einen hohen Bargeldbetrag für eine Kaution benötigen, da ein Unfallopfer verstorben sei.

Diese Vorgehensweise lässt auch Personen, die sonst mitten im Leben stehen, oft in Schockstarre verfallen, in der sie auf die Forderungen der vermeintlichen Rechtsanwälte oder Polizeibeamten eingehen und Geld an Abholer übergeben.

Aber nicht nur Senioren sind seit jüngster Zeit im Visier der Täter. Auch Chinesen werden von angeblichen chinesischen Amtsträgern angerufen.

Viele Menschen unterschätzen Professionalität der Täter

Ihnen wird vorgegaukelt, dass sie aufgrund von Rechtsverstößen damit zu rechnen hätten, dass ihnen das Visum für die Wiedereinreise in die Heimat entzogen werde, wenn sie nicht eine hohe Summe auf ein chinesisches Konto überweisen würden. So kommt es auch hier zu Zahlungen, aus Angst vor erheblichen Repressalien.

Da die Polizei wegen der Corona-Krise weiterhin keine Vortragsveranstaltungen zu diesen Themen anbieten kann, empfiehlt Marko Otte, Beauftragter für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Göttingen, dass über die unterschiedlichen Betrugsmaschen unbedingt in den Familien gesprochen werden sollte.

Leider unterschätzen noch immer zu viele Menschen, wie professionell und überzeugend die Täter sind. Weitere Informationen gibt es im Internet. (Bernd Schlegel)

polizei-beratung.de

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