Göttinger Stadthalle

Konzert der Band Seven Up: Von isländischen Trollen und Weihnachten

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Seven Up Weihnachtskonzert in der Stadthalle Göttingen: Seven Up, das sind auf diesem Bild von links: Christiane Eiben und ein junger Weihnachtsmann.

Göttingen. Sechs singende Lokalmatadore, eine vorzügliche Band und ein Isländer - das Weihnachtskonzert von Seven Up in der Göttinger Stadthalle brachte Samstag beste Unterhaltung.

Das Publikum bedankt sich am Ende für das üppige Musikweihnachtspaket nach drei Stunden mit Riesenapplaus in der vollen Stadthalle, die auch am Sonntag bei der Wiederholung ausverkauft ist.

Christiane Eiben, Heike Neumeyer, Christof und Gregor Jess, Benjamin Stürzenhofecker sowie Torsten Uhlendorff nehmen die Gäste optisch und musikalisch mit auf eine Reise in die Trollwelt Islands. Und ein leibhaftiger Isländer ist auch dabei. Am Morgen aus Rejkjavik eingeflogen, tagsüber geprobt, das reicht für den knuddelig-sympathischen Svavar Knutur: Am Abend passt alles, was er auf der Bühne zeigt. Seine von der akustischen Gitarre getragenen Lieder in Einzel-Duetten mit Heike Neumeyer und Christiane Eiben sind die emotionalen Hochmomente der Show - herausragende Stimmen, die blendend harmonieren.

Das tun auch die sechs Seven Ups - ein über Jahre eingespieltes, gewachsenes Team mit höchst unterschiedlichen Stimmen und Charaktere. Beleg für die Qualität ist diesmal besonders der Söhne Mannheims-Song: „Geh davon aus...“ Die Drei-Mann-Band liefert die großartige Musik zum Gesang.

Gast und Star des Abends aber ist Svavar Knutur. Neumeyer und Eiben haben ihn nach einem Konzert im Apex „erbeutet“ und für das Weihnachtskonzert verpflichtet. Auf der Bühne erzählt über Island, Trinksprüche, Trolle - und die seltsamen Dänen, die ja nicht einmal einen Akzent haben. Aber auch über Weihnachtskatzen, die Kinder essen und darüber, wie die Isländer so den finsteren Monat Dezember bezwingen, mit Trinken und Feiern. Und er singt toll.

Von den sechs Seven Ups singen alle ein Solo. Beeindruckend auch Gregor Jess, der auf Wunsch seiner Mutter ein altes Lied vorträgt: „Fly me to the Moon“ swingt durch die Stadthalle.

Wie stets bei den Weihnachtskonzerten gibt es Medleys mit Songs der ganz Großen in der Pop- und Rockmusik: So mit Queen-Stücken von Killer Queen bis Somebody to Love.

Weihnachtslieder gibt es natürlich ebenfalls, auch in nie gehörter Art: durcheinander-aneinander gesungen - unverständlich-verständlich und von Gelächter begleitet.

Stammbesucher kennen einiges bereits, dass „Es ist ein Ros entsprungen“ in Seals „Kiss from a Rose“ bei SevenUp überaus gelungen ineinander übergeht.

Eine Joke-Einheit darf nicht fehlen: Die Gruppe als Mönche aus Propan, denen ein Zuschauer jeweils Text-Sequenzen aus einem Weihnachtslied per sanften Klopfer auf den Kopf entlocken darf und kombinieren muss - bis es passt: „Lasst uns froh und munter sein.“ Witzig.

Dann kommt noch einmal der pummelige Isländer Svavar Knutur („Ich bin nicht pummelig, ich bin saftig!“), singt ein wunderbares Stück aus seiner CD.

Zum Abschluss ein prima Medley der Seven Ups mit Beatles-Songs: Yesterday, We can work it out, Eleanor Rigby und Cant buy me love.

Ach ja: Zwischendrin sang auch die Halle - vor allem dreisprachig „Stille Nacht“.

Fazit: Prima Unterhaltung, teilweise hochklassige Musik, ein wunderbarer Isländer und ein Konzept, dass zwar altbekannt, aber weil erfolgreich nicht verändert werden muss. Und die Seven Ups liefern für viele Zuhörer den gefühlten Weihnachtsauftakt.

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