Cinema of Dreams

Show Apassionata in Göttinger Lokhalle: Traumtheater mit Pferden

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Pferdeshow Apassionata: Beim „Cinema of Dreams“ wurden die Zuschauer in der Göttinger Lokhalle in die Kinowelt entführt.

Göttingen. Traumtheater mit Pferden hat die Apassionata mit ihrer Show „Cinema of Dreams“ nach Göttingen gebracht. Für zweieinhalb Stunden haben die Tiere, die für viele die Erfüllung ihrer Sehnsüchte bedeuten, in der Lokhalle die Hauptrolle übernommen.

Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt: Bei der Eröffnung eines der ersten Lichtspielhäuser sitzen Eve und Tom zufällig zusammen und gehen danach immer gemeinsam ins Kino. Als das Fernsehen aufkommt, muss der Vorführort schließen, die beiden verlieren sich aus den Augen.

Irgendwann zieht es sie zurück in ihre Heimat: Sie wollen sehen, was aus dem Filmtheater geworden ist. Ebendort begegnen sie sich wieder und beschließen, den Ort ihrer Liebe nicht nur in der Erinnerung zu bewahren: Sie wollen das Lichtspielhaus wiedereröffnen.

Tollkühne Piraten

Filmakteure, die sie zum Schwärmen bringen, sind in der Show Pferde und Reiter. Zu tollkühnen Piraten werden die Voltigeurs du Monde, fast egal, ob sie auf, unter oder neben dem Pferd mitrasen. Es scheint, als wäre für sie nichts unmöglich. Sehr zur Freude des Publikums schafft es einer, Schritt mit seinem galoppierenden Begleiter zu halten. Einem anderen gelingt im Galopp das Meisterstück, sich aus dem Sattel um den Pferdekörper wieder in den Sattel zu winden.

In einem Publikum voller Pferdefans ist zu vermuten, dass viele Voltigieren schon ausprobiert haben. Wer dabei soweit kam, auf dem Pferd zu stehen, weiß, was Laury Tisseur leistet, wenn er die Ungarische Post präsentiert. Sicher balanciert er auf zwei Pferderücken. Wie ein Kutscher lenkt er aus diesem beweglichen Stand zwei, dann vier der eleganten Tiere mit seinen Trägern über hüfthohe Hürden. Applaus spenden die Zuschauer auch, als er vom Pferderücken aus beginnt, die „Kutschpferde“ an den Langzügeln zu longieren. Kein Wunder, dass es auch ihm gelingt, das Publikum in eine Traumwelt zu locken.

Einen anderen Akzent setzt Bartolo Messina mit seinen beeindruckenden Freiheitsdressuren. Zunächst zeigt er, dass ihm fünf Mini-Ponys wie Hunde auf jedes Wort gehorchen. Sie folgen ihm, machen Sitz und Platz auf Befehl. Und immer bleibt ein Quäntchen Schalk mit im Viereck. Auch für sieben Großpferde ist er „Leithengst“ – mit kleinen, unaufwendigen Zeichen. Zwei „Dirigentenstäbe“ reichen. Ohne Führstrick kann er ihren „Rückwärtsgang“ einlegen. Als Reiter braucht er keinerlei Zaumzeug und vermag auch im Galopp die „Herde“ zu steuern.

Ruhig und entspannt bleiben die Pferde aller Nummern beim Applaus, so wie es in der Ansage zu Beginn der Show betont wird: Klatschen erlaubt, auch für die Pferde sei es Belohnung. Nur in der Ehrenrunde beim Schlussapplaus scheint kurz ein Hauch von Unruhe aufzublitzen. Als würden sie eine Autogrammstunde geben, stellen sich die Pferde, die es mögen (fast alle), mit ihren „Chefs“ für eine Streichelrunde auf.

Von Ute Lawrenz

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