Party, Filme und Workshops

Sichtbarkeit und Akzeptanz schaffen: LesBiSchwulen-Kulturtage in Göttingen

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Drei Filmabende: Im Spielfilm „Mario“ (2018) geht es um Homosexualität bei Fußballspielern.

Die LesBiSchwulen-Kulturtage stehen diesmal unter dem Motto: „Transformationen“. Die fünfwöchige Veranstaltungsreihe beginnt am Samstag, 12. Oktober und endet genau einen Monat später.

Ausgerichtet werden die 23. Kulturtage vom Verein „Queeres Göttingen“ und dem Queeren Zentrum Göttingen.

Neben Partystimmung bieten die Kulturtage auch Raum für Selbsterfahrung, Empowerment und Vernetzung: Ebenfalls zum Programm zählen drei Partys und vier Filme, drei Lesungen und ein Erzählcafe sowie Sport- und Gesundheitsangebote.

Die Workshops

Ein besonderes Merkmal der Kulturtage sind die zahlreichen Workshops, wo Kreativität und Selbstausdruck im Mittelpunkt stehen – ob beim biografischen Schreiben, bei der Gestaltung von Textilien, beim Entwickeln von Theaterszenen oder beim Erlernen von Kampfkunsttechniken.

Der Begriff "queer"

In Zeiten eines zunehmenden Rechtsrucks stehe das Motto „Transformationen“ der Kulturtage für notwendigen Wandel, mutige Entscheidungen und gemeinsames Engagement. In Göttingen treten queere Gruppen und Netzwerke im öffentlichen Raum für Chancengleichheit und Interessenvertretung vielfältiger Lebensweisen und Identitäten ein.

Beispiele dafür seien das im vergangenen Jahr gegründete Queere Zentrum Göttingen, der erfolgreiche erste Christopher Street Day Göttingen in zurückliegenden Juli sowie geschlechterneutrale Toiletten in einigen Schulen.

Den Begriff „queer“ versteht und nutzt der Verein als Bezeichnung für Personen und Lebensweisen, die nicht den gesellschaftlichen Normen und klassischen Vorstellungen von Geschlecht, Sexualität, Beziehung und Familie entsprechen.

Das Programm

Gemeinsam mit 20 Kooperationspartnern und Mitveranstaltern hat das ehrenamtliche Kulturtage-Team 30 Veranstaltungen auf die Beine gestellt, die an 18 Orten stattfinden.

Die meisten davon sind für alle Interessierten offen, unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung.

Start ist mit einer Auftaktparty, zu der diesmal das Partyteam der „AkzepTanz“ am Samstag, 12. Oktober, ab 23 Uhr in den Freihafen einlädt, um queere Vielfalt zu feiern. Die Party findet statt zugunsten des Queeren Zentrums Göttingen. DJane Miss Mo aus Köln sorgt für die Party-Beats.

Die LesBiSchwulen-Kulturtage werden unterstützt und gefördert von der Stadt Göttingen, vom Landkreis Göttingen und vom Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen. Ein Teil der Veranstaltungen wird gefördert vom Queeren Netzwerk Niedersachsen (QNN) aus Mitteln des Landes. Die Öffentlichkeitsarbeit wird zudem von der Göttinger AIDS-Hilfe unterstützt. 

Weitere Informationen unter:  lesbischwule-kulturtage-goettingen.de

Drei Filmabende im Kino Lumière

Drei Filmabende im Kino Lumière spannen einen weiten Bogen queerer Geschichte(n): Los geht es mit einer Dokumentation zur Vorgeschichte der Stonewall-Aufstände vor 50 Jahren in New York, aus denen die weltweite Erfolgsgeschichte der Christopher-Street-Day-Paraden hervorging („Before Stonewall“ am Sonntag, 20. Oktober, 18 Uhr). Das Thema „Queere Identitäten im Fußball“ teilen sich die Spielfilme „Mario“ (25.10., 20 Uhr) und „Einfach Charlie“ (5.11., 21:30 Uhr). Im Film „Becks“ (5.11., 19.30 Uhr) zieht die lesbische Musikerin Becks zu ihrer religiösen Mutter und lernt dann die verheiratete Elyse kennen.

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