Hohe Auszeichnung der Kaufmannschaft

Silberner Löffel für scheidenden Göttinger Sparkassen-Chef Rainer Hald

Verleihung des Kaufmannslöffels in Göttingen: (von links) Festredner Dr. Ulrich Kater, Handelsverbands-Kreisvorsitzender Alexander Grosse, der neue „Löffelträger“ und scheidende Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Rainer Hald, Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und HKS-Chef Heiko Keilholz als Laudator.
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Verleihung des Kaufmannslöffels in Göttingen: (von links) Festredner Dr. Ulrich Kater, Handelsverbands-Kreisvorsitzender Alexander Grosse, der neue „Löffelträger“ und scheidende Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Rainer Hald, Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und HKS-Chef Heiko Keilholz als Laudator.

Er macht sich seit vielen Jahren um den Handel und Göttingen verdient. Für dieses Engagement erhielt Rainer Hald, scheidender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, die silbernen Kaufmannslöffel.

Göttingen – Seit 1993 gehört Hald dem Vorstand der Sparkasse Göttingen an und ist seit 2004 Vorstandsvorsitzender. „Er ist ein Banker durch und durch“, sagte Laudator Heiko Keilholz, Chef der Hardegser Firma HKS-Sicherheitsservice. Stets habe der Sparkassen-Chef ein hervorragendes Gespür für Marktchancen gehabt und von Beginn seiner Arbeit auf Wachstum und neue Geschäftsideen gesetzt.

Keilholz nannte als Beispiele im Bereich der Sparkasse den S-Sport, die Spezialabteilung für Heilberufe, die Best-Ager-Filiale sowie den Neubau des Sparkassen-Forums und der Hauptfiliale.

Hohe Ehrung: Rainer Hald (rechts), scheidender Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Göttingen, erhielt von Alexander Grosse, Vorsitzender des Kreisverbandes Göttingen im HVH Handelsverband Hannover, den Kaufmannslöffel.

Außerdem habe die Sparkasse unter Leitung von Hald überdurchschnittlich viele Nachwuchskräfte ausgebildet. Keilholz betonte zudem, dass die Kunden der Sparkasse Göttingen inzwischen eine Milliarde Euro anvertrauen. Zudem verwies Keilholz auf das v soziale und ehrenamtliche Engagement Halds.

Zuvor hatte Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, die Lage der Wirtschaft und der Kapitalmärkte nach der Bundestagswahl analysiert. Er gab mit Blick auf den Ausgang der Wahl Entwarnung: Einen Tag nach der Abstimmung sei der Dax um einen Prozentpunkt nach oben gegangen, weil eine rot-rot-grüne Bundesregierung nicht mehr möglich war. Gleichzeitig ging er auf die aktuellen Folgen durch die Corona-Krise ein und lobte die Stabilität des politischen Systems in Deutschland im Vergleich zu Frankreich und Italien. Deutschland werde im Ausland wie ein „Fels in der Brandung“ gesehen.

Kater verwies auf die Stabilisierung der Märkte und der Wirtschaft, die Erfolge zeige und eine Abwärtsspirale verhindert habe. „Inzwischen wird in den USA und in China wieder mehr konsumiert beziehungsweise produziert wie vor der Corona-Krise.“ Er geht auch davon aus, dass 2022 die Inflation nicht mehr ein so großes Thema sein wird.

Auf die Probleme im Handel hatte zuvor Alexander Grosse, Vorsitzender des Kreisverbandes Göttingen im HVH Handelsverband Hannover, hingewiesen. Die großen Gewinner waren aus seiner Sicht die Online-Händler. Als Verlierer sieht er die stationären Händler. Grosse appellierte an die Verantwortlichen der Stadt, die Erreichbarkeit der Innenstadt für den Autoverkehr weiter zu gewährleisten, sonst laufe die Kaufmannschaft Gefahr, Kunden an die Nachbarzentren Kassel, Hildesheim und Braunschweig zu verlieren. Außerdem sprach sich Grosse für die Gründung eines Stadtmarketings aus.

Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) sagt bei ihrer ersten offiziellen Rede im neuen Amt zu, dass die Stadt keine Parkplätze im City-Bereich abschaffen werde, bevor nicht neue ebenfalls an zentraler Stelle geschaffen wurden. Zudem will sie das Thema Stadtmarketing anpacken. (Bernd Schlegel)

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