Training im Grünen

Slackline: Bänder werden in zwei Göttinger Parkanlagen gespannt

Akrobatik auf dem Seil: Unser Foto zeigt Slackline-Weltmeister Lukas Huber. Ab sofort kann man auch in Göttingen trainieren. Foto: dpa

Göttingen. Das bunte, breite, strapazierfähige Band zum Balancieren ist schwer angesagt: Jetzt hat die Stadt Göttingen darauf reagiert und den Aufbau von zwei öffentliche Slackline-Anlagen initiiert.

6500 Euro hat die Verwaltung investiert, um jungen und älteren Sportelnden eine Slackline-Trainingsmöglichkeit zu geben. Die Slackline-Bänder wurden im Cheltenham-Park am südlichen Stadtwall und in der Grünanlage zwischen Carl-Zeiss-Straße und der Leine zwischen Pfosten gespannt – von den Nutzern.

Dabei wurde auf unterschiedliche Höhen und Distanzen zwischen den tragenden Pfosten geachtet. So können die Balancierenden unterschiedliche Distanzen überwinden und Höhen ausprobieren, je nach Können und Mut.

Slacker spannen sich die breiten Seile oft zwischen Bäumen. Das ist problematisch, weil die Bäume den Zugbelastungen nicht gewachsen sind, brechen und damit gefährliche Situationen für die Sportler entstehen können. Deshalb wählte die Stadt auch Pfeiler als Haltepunkte.

Slacken, auch Slacklinen oder Slacklining, ist dem Seiltanzen verwandt. Auf einem Schlauch- oder Gurtband wird balanciert, gewippt und gesprungen. Das ermöglicht auch eine nicht nicht so starke Spannung des Bandes. Beim Slacken wird das Balace-Gefühl, die Konzentration und allgemein die Koordination gefördert, eine gute Voraussetzung auch für andere Sportarten. Den Ursprung hat das Slacklining in den 1980er-Jahren. Freikletterer im Yosemite-Nationalpark nutzten das Balancieren auf dem schlaffen Seil als Trainingsmöglichkeit.

In Europa machten es auch die Skirennläufer Ingemar Stenmark (Schweden) und Bode Miller (USA) als Trainingsmethode bekannt, sie schulten auf dem Band ihre Gleichgewichtsgefühl. Artisten nutzen es, um in großen Höhen Distanzen zu überwinden. Mittlwerweile gibt es viele Varianten des Slackens, so auch das Springen auf speziellen Jumplines, die weicher gespannt sind als herkömmliche Bänder. Slacklines mit Sicherheitsvorkehrungen am Spannhebel kosten im Handel etwa 50 Euro, der Preis variiert und ist abhängig von Qualität, Beschaffenheit und Länge. (tko)

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