Neue Technologien sollen Behandlung verbessern

Smarte Unterstützung für Notfallmediziner aus Göttingen

Anfahrt zur Notaufnahme
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Die Anfahrt zur Notaufnahme der Universitätsmedizin Göttingen: Die neue Technologie soll insbesondere angehenden Notfallmedizinern bei ihrer Arbeit helfen.

Neue Technologien sollen dabei helfen, Notfallpatienten noch besser als bislang zu behandeln. Ein entsprechendes Projekt, das die Notaufnahme der Universitätsmedizin initiiert hat, wird vom Bundesgesundheitsministerium mit 1,4 Millionen Euro unterstützt.

Göttingen – Hintergrund: Immer mehr Menschen in Deutschland wenden sich an die Notaufnahmen in den Kliniken. Die Fallzahlen sind rasant gestiegen. Patienten jeden Alters, mit verschiedensten Erkrankungen und Verletzungen wollen in Notaufnahmen möglichst versorgt werden. Die Notfallversorgung hat sich zu einem anspruchsvollen Handlungsfeld entwickelt. Das gilt insbesondere für die Ärzte, die dort arbeiten.

Vor allem für Nachwuchsmediziner in der Notfallversorgung sind die schnelle Diagnosestellung und Therapieentscheidung für Patienten in einer Spanne von der ambulanten Behandlung bis hin zur Schockraumversorgung von Schwerstverletzten und intensivpflichtigen Patienten eine besondere Herausforderung. Sie müssen dafür zunehmend auf webbasierte Wissensplattformen zurückgreifen.

Prof. Dr. Sabine Blaschke, Chefin der UMG-Notaufnahme

Mit der Idee für eine neuartige smarte Unterstützung von ärztlichen Entscheidungen in der Notfallversorgung haben sich Prof. Dr. Sabine Blaschke, Leiterin der Zentralen Notaufnahme an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), und Prof. Dr. Dagmar Krefting, Leiterin des Instituts für Medizinische Informatik, erfolgreich um eine Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) beworben. In dem Verbundprojekt „Ensure“ zur „Entwicklung smarter Notfall-Algorithmen durch erklärbare KI-Verfahren“ (Künstliche Intelligenz) wollen sie Prototypen für eine bedarfsgerechte, klinische Entscheidungsunterstützung in der Notfallversorgung entwickeln. Prof. Sabine Blaschke und Prof. Dagmar Krefting koordinieren das Projekt, das im Oktober startete.

Prof. Dr. Dagmar Krefting

„Unser Ziel ist es, eine smarte Unterstützung für ärztliche Entscheidungen in der Notfallversorgung zu entwickeln, mit der sich die Voraussetzungen für eine zeitnahe, zielgerichtete Diagnostik und initiale Therapie verbessern lässt“, sagt Prof. Blaschke. Kooperationspartner bei dem Projekt sind unter anderem die Uni-Klinik Magdeburg, das Klinikum Fürth sowie die Charité in Berlin. (Bernd Schlegel)

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