Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode vertreten

Solar-Wettbewerb: 23 Dörfer aus der Region im Rennen

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Mit der Kraft der Sonne fossile Energie einsparen: Der Ortsbürgermeister von Harste, Reinhard Neubieser (Mitte, mit Krawatte) geht mit gutem Beispiel voran. Auf dessen Wohnhaus soll eine Photovoltaik-Anlage installiert werden.

Harste. Am Wettbewerb „Unser Dorf nutzt die Sonne“ nehmen aus den drei südniedersächsischen Landkreisen Northeim, Göttingen und Osterode 23 Ortschaften teil, jeweils sechs aus den Landkreisen Northeim und Göttingen sowie elf aus dem Landkreis Osterode.

Für die Sieger aus den drei Landkreisen gibt es jeweils eine Prämie in Höhe von 5000 Euro, die vor Ort für ein Klimaschutzprojekt verwendet sollen, sagte am Mittwoch die Geschäftsführerin der Energieagentur Göttingen, Doreen Fragel, in Harste. Aus dem Landkreis Northeim nehmen Westerhof, Imbshausen, Hammenstedt, Fredelsloh, Bollensen und Schönhagen teil. Aus dem Landkreis Göttingen sind Harste, Fuhrbach, Mollenfelde, Klein Wiershausen, Diemarden und Groß Lengden. Das kleinste Dorf schickt der Landkreis Osterode mit Dühna ins Rennen. Es zählt nur 128 Einwohner.

Der Ortsbürgermeister von Harste, Reinhard Neubieser (CDU), hofft, dass in seinem Dorf rund 30 bis 40 neue Photovoltaik und Solarthermie-Anlagen entstehen, mit denen Strom und Wärme selbst auf Dächern in Ost- bzw. Westrichtung erzeugt werden kann. „Wir wollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, Dächer haben wir genug“, sagt der Kommunalpolitiker, der selbst mit gutem Beispiel vorangeht. Auf seinem Wohnhaus soll eine Photovoltaikanlage zur Stromversorgung installiert werden. Die vergleichsweise geringe Zahl der teilnehmenden Dörfer erklärte er sich damit, dass die Solarenergie in den Ruf geraten sei, sie rechne sich nicht mehr. Das tue sie aber durchaus. Eingebettet ist der Wettbewerb in die niedersächsische Solarcheck-Kampagne der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. „Unser Ziel ist es, mehr Hauseigentümer für die Nutzung von Solarenergie zu gewinnen. Das senkt den Verbrauch fossiler Brennstoffe und die damit verbundene Klimabelastung“, sagt Agentur-Chef Lothar Nolte.

Eigens geschulte Energieberater zeigen Interessenten auf, welche Möglichkeiten Haushalte haben, Photovoltaik und Solarthermie zu nutzen und welche Fördermöglichkeiten für die Realisierung von Installationen bestehen. Für die Bürger der am Wettbewerb „Unser Dorf nutzt die Sonne“ teilnehmenden Dörfer ist die rund zwei- bis zweieinhalbstündige Beratung im Wert von etwa 150 Euro kostenlos. Für andere Interessenten wird ein Kostenbeitrag von rund 50 Euro erhoben.

Insgesamt stehen für die Beratungen in den drei Landkreisen und in der Stadt Göttingen neun Berater zur Verfügung. In den kommenden Wochen werden in den Wettbewerbsdörfern einige Info-Veranstaltungen angeboten. Weitere Infos sind über die Energieagentur Göttingen, Telefon 0551/37 07 49 80 erhältlich. (zhp)

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