Bauarbeiten auf der A7

Sommerferien-Beginn in Niedersachsen: Stau als Wegbegleiter

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Dichter Verkehr herrscht auf der A 7 in Nord-Süd-Richtung nahe Hannover-Nord, wo auch gebaut wird. In der Hauptreisezeit in den Sommerferien ab Donnerstag müssen Autofahrer sich auf den Autobahnen im Norden auf Staus gefasst machen.

Hannover/Göttingen. Teermaschinen, Bagger und Kräne haben keine Sommerferien. Auch in der Urlaubszeit wird an den Autobahnen im Norden gearbeitet. Betroffen sind auch die Hauptreiserouten vor allem nach Norden und Süden.

Ein kleiner Trost: Dort, wo wie auf der A 7 zusätzliche Fahrspuren entstehen, können Autofahrer zumindest künftig hoffen, dort zügiger voranzukommen.

Warum wird überhaupt in den Ferien auf Autobahnen gebaut?

Weil es keine Pause bei Großprojekten gibt. Zudem gilt es, die Schönwetterzeiten zu nutzen. Zum Teil sind Instandsetzungsarbeiten nicht aufschiebbar, weil sie bereits seit Langem nötig sind, oder aktuell nach Unfällen schnell erledigt werden müssen. Dazu zählen stets Reparaturen an Schutzplanken oder der Fahrbahndecke, so nach Fahrzeugbränden.

Welches sind die Großprojekte in Niedersachsen?

Der Ausbau der A 7 auf durchgängig sechs Spuren ab der Landesgrenze im Süden gen Norden ist ein Jahrzehnt-Projekt. Bauarbeiten gibt es auf 46,4 Kilometern Länge. Aktuell wird massiv zwischen Nörten-Hardenberg und Seesen gebaut.

Wo droht am ehesten der Stau auf der A 7?

Gleich an mehreren Stellen: Zwischen Hannover und Hamburg drohen Staus an einer Baustelle zwischen der Auffahrt Westenholz und dem Parkplatz Westenholzer Bruch. Gebaut wird zudem zwischen Egestorf und Thieshope sowie zwischen Westenholz und Dorfmark. Zwischen Hannover und Kassel drohen Staus zwischen dem Dreieck Salzgitter und Bockenem sowie zwischen Seesen und Nörten-Hardenberg.

Zuletzt war Hamburg und Umgebung oft stark betroffen, bleibt es auch im Sommer dabei?

Ja. Neben den geschilderten Abschnitten südlich von Hamburg gibt es auch auf dem Gebiet der Hansestadt Baustellen: Brückenarbeiten mit gesperrten Fahrstreifen behindern in Hamburg zwischen Stellingen und Volkspark. Außerdem wird zwischen Schnelsen-Nord und Dreieck Hamburg-Nordwest gebaut.

Drohen Staus auch für mit dem Auto anreisende Ostsee- und Nordseeurlauber nördlich von Hamburg?

Ja. Zwischen Hamburg und Flensburg wird gebaut – zwischen dem Dreieck Bordesholm und Neumünster-Mitte, zwischen Großenaspe und Henstedt-Ulzburg, dem Abschnitt Neumünster-Nord und Großenaspe. Von Anfang August an wird außerdem an der Autobahn 7 zwischen Warder und dem Kreuz Rendsburg die Fahrbahn gen Norden auf einer Strecke von 8,4 Kilometer erneuert.

Worauf müssen Autofahrer achten, die im weiteren Verlauf der A 7 gen Süden unterwegs sind?

Zunächst drohen Behinderungen auf dem Stadtgebiet von Kassel, wo weiter an der A 7 gebaut wird. Insgesamt gibt es in Hessen an der A 7 Baustellen von knapp 13 Kilometer Länge. Weiter geht es dort zwischen Homberg/Efze und Bad Hersfeld/West an wird – wie schon am Wochenende das Kirchheimer Dreieck bei Bad Hersfeld ein Stauknotenpunkt sein. Weitere Staus in Hessen werden auf der A 5 am Hattenbacher Dreieck und im weiteren Verlauf Karlsruhe–Basel.

Zurück nach Niedersachsen, wo wird es noch stauig?

Auf der A 1 zwischen Bremen und Münster zwischen Osnabrück-Nord und Lotte in beiden Richtungen. Mit Staus wird gerechnet zwischen Osnabrück und Bremen, wo zwischen Groß Ippener und Bremen-Arsten. Auch wenn die A 2 keine Hauptreiseroute für den Ferienverkehr ist, sorgen Arbeiten hier schnell für Staus. Noch bis in die erste Augusthälfte wird zwischen Braunschweig und Hannover die Fahrbahn erneuert, und zwar zwischen Hämelerwald und Hannover-Ost. Bis Ende August wird zwischen Bad Nenndorf und Bad Eilsen-Ost asphaltiert. In Hannover wird den ganzen Sommer zwischen Bothfeld und Herrenhausen die Mittelschutzplanke umgebaut, je zwei Spuren sind gesperrt. A 27: Baustelle von Walsrode-West bis Langwedel, hier wird die Fahrbahn erneuert.

Wie kann man die Staus umgehen?

Der ADAC rät, früh am Morgen oder in den späten Abendstunden zu fahren, wenn noch wenig los ist.

Soll man stets auf das Navi hören?

Nicht unbedingt, sagt der ADAC. Denn angegebene Ausweichrouten sind oft überlastet. Das rechnet sich meist nicht, außer bei Vollsperrungen der Autobahnen. Manchmal hilft auch der Blick auf die gute alte Straßenkarte und die Wahl einer weiten Umfahrung.

Warum werden statt langer Baustellen nicht mehrere kurze eingerichtet?

Weil das Einrichten und Abbauen aufwendig ist, viel Zeit beansprucht und zu weiteren Verkehrbehinderungen führt. (dpa/tko/kle)

• Aktuelle Infos über die akutelle Verkehrslage auf den Straßen gibt es unter http://www.vmz-niedersachsen.de

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