Uni startet öffentliche Vortragsreihe

Die Songs der Stars im Hörsaal: 13 Lieder – Lektüren und Analysen populärer Songs

Musik und Literaturkenner: Heinrich Detering. Archivfoto: nh

Göttingen. Eine öffentliche Uni-Vorlesung, in der Songs der Pop- und Rockgeschichte von Elvis über Dylan bis Grönemeyer die Hauptrolle spielen,gab es zwar schon in ähnlicher Form, aber jetzt startet eine neue Reihe. Los geht es am Montag um 18 Uhr im ZHG 006 mit „13 Lieder – Lektüren und Analysen populärer Songs.“

Die nächsten Termine:

• 3. November: Prof. Dr. Gerhard Lauer behandelt die „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff,

• 10. November: Prof. Dr. Anke Detken, nimmt sich des Èdith Piaf-Klassikers „Non, je ne regrette rien“ an.

• 17. November: „Heroin“ von Velvet Underground.

• 24. November: „Bohemian Rhapsody“ von Queen.

• 1. Dezember: „Born To Run“ von Bruce Springsteen.

Die Vorträge beginnen jeweils montags um 18 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude am Platz der Göttinger Sieben, im Hörsaal ZHG 006.

Programm unter: www.uni-goettingen.de

Die Vortragsreihe im Wintersemester 2014/2015 ist öffentlich und neu. Die Vorträge umreißen ein historisches Spektrum der populären Liedkunst – von Elvis Presley über Édith Piaf bis Herbert Grönemeyer, von Leonard Cohen über Velvet Underground bis „Wir sind Helden“. Organisiert haben die Reihe Prof. Dr. Gerhard Kaiser, Dr. Kai Sina und Dr. Katerina Kroucheva vom Seminar für Deutsche Philologie. Mit dabei ist ein Mann, der nicht fehlen darf, wenn es um Rock-Idole und die Analyse der Werke geht: Prof. Dr. Heinrich Detering. Er hat eine Werkgeschichte über Bob Dylan geschrieben, ist ausgesprochener Musik-Fan und dazu renommierter Literaturwissenschaftler. Der Göttinger Detering macht den Auftakt und hat sich Elvis Presleys Version von „Blue Moon“ vorgenommen. „Der Song wird am Anfang zu hören sein, dann folgen die Analyse und die Einordnung in zeitgeschichtliche Kontexte und am Ende hören ihn die Besucher noch einmal“, beschreibt Detering den Ablauf der Vorlesung.

Detering jedenfalls steht für eine noch junge Tendenz in der Literaturwissenschaft: die Beschäftigung mit der modernen Musik. Für ihn übrigens habe sich durch die Beschäftigung mit Presley seine Meinung und Wertschätzung für Elvis völlig verändert. Die Interpretation, der Auftritt und die Persönlichkeit Presleys hätten auch scheinbar banale Texte zu bedeutenden Kunwerken gemacht, sagte Detering im HNA-Gespräch.

Die Vorträge beschäftigen sich mit den Möglichkeiten und den Grenzen der literaturwissenschaftlichen Song-Analyse. Dabei geht es neben den Texten auch um deren Umsetzung in Ton, Bild und Video.

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