Sonnenflecken: Max-Planck-Forscher widerlegen Theorie

Sonnenuntergang: Auf der Oberfläche sind einige Sonnenflecken zu sehen. Foto: dpa

Göttingen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung und der Universität Göttingen haben bewiesen, dass magnetische Sonnenflecken langsamer durch das Sonneninnere an die Oberfläche steigen als bisher angenommen.

Anhand von Magnetfeldkarten konnten die Wissenschaftler aktive Regionen erkennen und den Moment ihres Auftretens bestimmen. Aktive Regionen entstehen, wenn magnetische Flusskonzentrationen, also Bündel magnetischer Feldlinien, aus dem Inneren der Sonne aufsteigen und die Oberfläche durchbrechen.

Aaron Birch

Geliefert wurden die Karten vom „Helioseismic and Magnetic Imager“ (HMI), ein Instrument an Bord eines Nasa-Satelliten. „Für unsere Studie benötigten wir Messungen von einer statistisch signifikanten Anzahl aktiver Regionen“, erklärt der Erstautor der Studie, Aaron Birch. Zudem untersuchte das Team die Bewegung kleiner Helligkeitsmuster und die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Druckwellen. Das teilt das Max-Planck-Institut mit.

Durch Untersuchungen der magnetischen Flusskonzentrationen und der Bewegungen unter der Oberfläche sei es gelungen, zu zeigen, dass die Stärke der Strömungen an der Oberfläche der Sonne mit der Geschwindigkeit der Flusskonzentrationen zunimmt.

Die Forscher verglichen diese Simulationen mit der beobachteten Strömung an der Sonnenoberfläche. Dabei hätten sie zeigen können, dass die magnetischen Flusskonzentrationen sich nicht schneller vorwärts bewegen können als die Strömung unter der Oberfläche. Denn diese bewege sich in einer Tiefe von 20.000 Kilometern mit etwa 150 Metern pro Sekunde.

Das bisher beste Modell für das Aufsteigen von Flusskonzentrationen habe in derselben Tiefe eine Geschwindigkeit von 500 Metern pro Sekunde voraus gesagt.

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