Spendenaktion

Soroptimisten: 5100 Euro für die Nummer gegen Kummer

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Die Frauen vom SI Göttingen und vom KJT Göttingen, von links: Dagmar Egbert (SI), Anne Geisert (KJT), Jutta Maria Edlich (SI), Gisela Wtzel-Willert (KJT), Sabine Leib (Präsidentin des SI Göttingen), Irene Höhmann (KJT), Nicole Seide (SI), Monika Voigt (SI), Sybille Noack-Mündemann (SI).

Göttingen. Mit einer Sammel- und Verkaufsaktion für Taschen haben die Frauen vom Soroptimist International Club (SI) Göttingen insgesamt 5133 Euro für das Kinder- und Jugend-Telefon (KJT) in Göttingen gesammelt.

Der Serviceclub unterstützt bereits seit vielen Jahren die Einrichtung und sammelt regelmäßig Spenden. Die Soroptimistinnen, wie die Frauen sich nennen, sind eine gesellschaftspolitische Organisation aus berufstätigen Frauen, die sich für verschiedene Projekte unter anderem in den Bereichen Frauen und Umwelt einsetzen. Das tun sie mit Begeisterung und Engagement.

Die Idee für die Taschen-Aktion kam von Jutta Maria Edlich. Über Flyer, aber vor allem durch Mundpropaganda, machten sie Mitstreiterinnen in der Region auf die Aktion aufmerksam – in Northeim, Uslar, Göttingen und Hann. Münden. So kamen 1300 Taschen zusammen.

Der Ansturm auf die Taschen war bei dem Verkauf im Gemeindesaal der Albani Kirche „größer als wir gedacht hätten“, sagte Dr. Sabine Leib, Präsidentin des SI Göttingen. „Die Aktion kam sehr gut an und viele der Taschenspenderinnen wollten dann auch gerne wissen, wohin das Geld im Endeffekt geht.“

Seit 30 Jahren

Das KJT Göttingen bietet seit inzwischen 30 Jahren eines von 79 Kinder- und Jugendtelefonen, die „Nummer gegen Kummer“, an. Heranwachsenden aller Altersstufen wird Hilfe zur Selbsthilfe angeboten. Alle Gespräche und die E-Mail-Beratung sind dabei anonym, kostenfrei und streng vertraulich.

Die Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich. Seit zehn Jahren sind auch Jugendliche mit dabei. Bei dem Projekt „Jugendliche beraten Jugendliche“ sitzen jeweils zwei Heranwachsende im Alter zwischen 16 und 21 Jahre, an einem Telefon und nehmen samstags zwischen 14 und 20 Uhr die Anrufe ihrer Gleichaltrigen entgegen. Um diese Aufgabe übernehmen zu können, bedarf es einer speziellen Schulung, um die Jugendlichen vorzubereiten. Diese Schulungen sind teuer. Auch deswegen ist das KJT Göttingen auf Spenden angewiesen.

40 000 Euro an Spenden benötigt das Jugendtelefon im Jahr. Zusätzlich wird es von der Stadt und dem Land unterstützt. Derzeit arbeiten 36 Berater beim KJT mit, drei davon sind Jugendliche. Diese verpflichten sich jeweils für ein Jahr und bekommen zweimal im Monat Supervisionen. „Es ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für die Jugendlichen“, sagt Gisela Wetzel-Willert vom KJT.

„Unsere jugendlichen Berater sind nah am Alter der Anrufer dran und verstehen auch die Sprache und die Ausdrücke, so auch die Probleme der Anrufer mehr“, nennt sie die Vorteile.

Das Kummertelefon gibt es europaweit. „Es ist so sinnvoll und wichtig“, sagt auch Anne Geisert vom KJT.

Kontakt: Nummer gegen Kummer, Montag bis Samstag 14 bis 20 Uhr, Tel. 116111 oder Tel. 0800/110333 (kostenfrei), an Samstagen mit dem Team „Jugendliche beraten Jugendliche“. Weitere Informationen gibt es hier.

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