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Sozialarbeiter legen am Montag in Göttingen die Arbeit nieder

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Von: Bernd Schlegel

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Verdi-Leibchen an Schranke
Verdi hat zu Warnstreiks bei den Sozialarbeitern aufgerufen. (Symbolbild). © Paul Zinken/dpa

Einen ganztägigen Warnstreik gibt es am Montag (02.05.2022) in Göttingen. Diesmal legen Sozialarbeiter und Sozialpädagogen die Arbeit nieder.

Göttingen – Sozialarbeiter und Sozialpädagogen aus Göttingen, Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sind für Montag, 2. Mai, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Das berichtet die Gewerkschaft Verdi.

Sie fordern Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und mehr Geld für ihre Arbeit. Die Streikenden fahren zu einer zentralen Kundgebung nach Hannover, die um 13.45 Uhr auf dem Ernst-August-Platz beginnt.

Gefordert werden auch Entlastungstage zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Vielfach sei gar nicht bekannt, wie bedeutend die Sozialarbeit für die Gesellschaft sei: „Da geht es um Hilfe für verhaltensauffällige Schüler, um Unterstützung für Alkohol- und Drogenkranke, um die Integration von Flüchtlingen, um psychosoziale Probleme und psychische Erkrankungen und vieles anderen mehr“, sagte Sebastian Wertmüller vom ver.di-Bezirk Süd-Ost-Niedersachsen.

Die Pandemie habe die Erwartungen an den Berufsstand noch einmal deutlich erhöht, betonte Wertmüller. „Jetzt stehe die Integration der Flüchtlinge aus der Ukraine an und irgendwann reicht es einfach.“ Enttäuschend sei es vor allem, dass die Arbeitgeber bisher jedes positive Signal in Richtung auf die Berufsgruppe verweigerten.

Nach Verdi-Angaben hatte es auch in der zweiten Tarifrunde für die bundesweit rund 330.000 Beschäftigten im öffentlichen Sozial- und Erziehungsdienst keine Bewegung gegeben. Tarifpartner für die Beschäftigten ist die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände. (Bernd Schlegel, mit epd)

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