Björn Thümler (CDU) auf Antrittsbesuch in Göttingen

Das Sozio-Kulturzentrum Musa beeindruckt den neuen Minister schwer

Blick in den Plakat-Flur: Der neue Wissenschafts- und Kulturminister Niedersachsens, Björn Thümler (Zweiter von rechts). wurde von Tine Tiedemann (rechts) durch die Musa geführt. Mit dabei auch Petra Broistedt (Sozialdezernentin Stadt Göttingen) und Fritz Güntzler (CDU-Bundestagsabgeordneter). Foto: Kopietz

Göttingen. Einige Wochen gingen ins Land, bevor der neue Minister Björn Thümler (CDU) der Wissenschafts- und Kulturstadt Göttingen am Donnerstag einen Besuch abstattete.

Zunächst setzte den Kulturressort-Hut auf: Thümler wurde im soziokulturellen Zentrum Musa herzlich empfangen und verschaffte einen Eindruck, bei einem Rundgang durch die nach dem Umbau auch räumlich um 1000 auf mehr als 5000 Quadratmeter beträchtlich gewachsene Einrichtung.

Dieser wird ein bleibender sein, wie der Minister am Ende seines Besuches sagte: „Ich bin tief beeindruckt.“ Gutes gehört hatte er von der Musa bereits vor dem Besuch, auch dass sie ein Musterbeispiel einer sich ergänzenden Förderung durch Stadt und Land ist. „Das hat uns den Umbau und viele Angebote erst möglich gemacht“, sagte Tine Tiedemann, die Björn Thümler die „neue“ Musa präsentierte und davon erzählt, was das Kulturzentrum alles bietet, von beachtlichen Konzerten, über Sprachkurse für Frauen, Räume für Jugendliche, Bands und nun auch für Kreativschaffende, die in den neuen Räumen Werkstätten, Ateliers und Begegnungsräume finden.

Der Rückhalt vonseiten der Stadt für die Musa ist ohnehin da. Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD) kam so selbstverständlich zum Thümler-CDU-Besuch dazu und bekannte: „Die Musa ist ein echtes Juwel und der Standort in der Weststadt sehr wichtig.“ Dort nämlich leben Menschen, die laut Broistedt gefährdet sind, „durch das soziale Netz zu fallen“.

Die barrierefreie Erweiterung der Musa, die viel auch für die Integration leistet, hatten das Land mit 450.000 und die Stadt mit 520.000 Euro bezuschusst, schilderte Tiedemann.

Zu diesem Beispiel für eine entstehende Kreativwirtschaft sagte Thümler, der von seinem „CDU-Kollegen“ Fritz Güntzler – ein bekennender Musa-Förderer – begleitet wurde, dass die Kreativwirtschaft in ihrer Bedeutung unterschätzt werde – zu unrecht. Güntzler sagte, man dürfe sie in erster Linie nicht als Wirtschaftszweig sehen, sondern als generelle Bereicherung sehen.

Natürlich ging es auch um das Thema Geld: Denn die soziokulturellen Zentren brauchen die öffentlichen Förderungen. Und Björn Thümler ließ keinen Zweifel daran, dass er an den Fördertöpfen nichts abzwacken, sie aber nach Sinnhaftigkeit prüfen will. „Es wird kein Streichkonzert geben“, sagte der Minister, für den die Soziokultur – nicht nur aus eigenem Erleben einen „hohen Stellenwert hat, weil dort Menschen zusammenkommen, auch unterschiedlicher Herkunft, die sonst nichts miteinander zu tun hätten“.

Den verschmitzten Hinweis von Tine Tiedemann, dass es für die Musa-Projekte und die Unterstützung der vielfältigen Arbeit auch durchaus mehr Geld sein dürfe, nahm der Gast schmunzelnd zur Kenntnis. Er wisse das.

Und weiter ging´s für Thümler , nun als Wissenschaftsminister, zur UMG. Dort steht der Klinikum-Neubau an. Und der kostet sehr viel Geld. (tko)

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