Sechs Wochen lang wurden Anregungen für neue Angebote gesammelt

Spannende Ideen für die Familienzentren

Auslosung der zehn Hauptgewinner der Aktion Ideenpool: (von links) Kreisrat Marcel Riethig, Birgit Kepke und Mareike Kumm.
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Auslosung der zehn Hauptgewinner der Aktion Ideenpool: (von links) Kreisrat Marcel Riethig, Birgit Kepke und Mareike Kumm.

Einen Indoorspielplatz in Rosdorf, einen Barfußpfad in Duderstadt oder eine Babysitterkartei für Dransfeld: Das sind drei von zehn preisgekrönten Vorschlägen der Aktion Ideenpool. Sozialdezernent Marcel Riethig zog die Gewinner unter 100 Teilnehmern. Die 18 Familienzentren des Landkreises Göttingen hatten die Aktion ausgerichtet.

Göttingen – Sechs Wochen lang konnten Eltern und ihre Kinder Ideen für mehr Familienfreundlichkeit im Ort und Wünsche an die Zentren aufschreiben. Die Vorschlagskarten mussten in Planschbecken geworfen werden, die in den Räumen der Familienzentren aufgestellt waren. Die Gewinner dürfen sich nun aussuchen, ob sie beim Esel-Trekking auf Gut Herbishaben mitmachen oder einen Ausflug in Brotmuseum und Wilhelm-Busch-Mühle in Ebergötzen, in die Iberger Tropfsteinhöhle oder ins Kloster Walkenried unternehmen wollen.

Andere Gewinner regten Informationen zu umliegenden Spielplätzen an, forderten dort mehr Sauberkeit und die Reparatur kaputter Geräte ein. Aus Obernfeld kam der Vorschlag, die Familienzentren sollten in Kitas und Schulen für Workshops sorgen, die das Interesse der Kinder an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördern. Die Zentren müssten zudem auf die Politik einwirken, damit die Gesellschaft Familien- und Berufsarbeit als gleichwertig anerkennt.

Viele Teilnehmer machten sich für einen Ausbau des Kursangebots stark. Gewünschte Themen unter anderem: Handarbeit, internationales Kochen, Malen, Schmieden, Sprachen, Tanzen, Töpfern, Yoga. Auch waldpädagogische Programme für Väter und ihre Kinder sowie Ausflüge mit Übernachtungen im Zelt wurden angeregt. Andere forderten einen Einkaufsservice für Senioren, eine Matschstraße oder einen Mehrgenerationengarten. Basare für Spielzeug, Bücher oder Kleidung ließen sich ausrichten. Weitere Wünsche: eine Infoveranstaltung zum Thema Autismus und eine Gruppe für besondere Kinder, etwa solche mit Trisomie 21.

„Wir werden nun alle Vorschläge mit den Familienzentren besprechen“, erklärte Mareike Kumm. Sie kordiniert gemeinsam mit Birgit Kepke beim Landkreis die Arbeit der Zentren. Die Aktion, so Kumm, diene dazu, das Angebot der Zentren stärker auf die Bedürfnisse der Eltern und ihrer Kinder auszurichten.

Familienzentren gibt es im Landkreis bereits seit 2009. Seit 2012 verfolgt der Landkreis ein einheitliches Konzept. Die Zentren, die es mittlerweile kreisweit in allen Städten und Gemeinden gibt, sollen Eltern mit Begegnungs-, Bildungs und Begleitungsangeboten bei der Erziehungsarbeit unterstützen. „Auf mögliche Probleme lässt sich so frühzeitig reagieren“, betonte Kepke. „Der Landkreis lässt sich diese präventive Arbeit jedes Jahr eine Million Euro kosten“, ergänzte Sozialdezernent Riethig. (Michael Caspar)

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